Jeder ist, auf seine Weise, begabt!

Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.

1. Petrus 4, Vers 10



Gott hat die Menschen ganz unterschiedlich und verschieden geschaffen, wobei es der eine besser getroffen hat, oder auch nur getroffen zu haben scheint, als der andere - was aber nichts daran ändert, dass uns sowohl die großen als auch die kleinen Gaben von Gott geschenkt wurden.

Wobei groß und klein relativ sind. Je nachdem wie wir das anvertraute Gut und die anvertrauten Fähigkeiten einsetzen, kann daraus mehr oder weniger Segen erwachsen, kann sich das anvertraute Gut mehr oder weniger
vervielfachen. so dass man am Ende mehr hat, als der, dem große Gaben anvertraut waren, diese aber nicht genutzt hat. Darum geht es auch in dem
Gleichnis von den anvertrauten Pfunden.

In jedem von uns schlummern Fähigkeiten, die sich voll entfalten, wenn wir zum Glauben an Jesus Christus kommen. Wobei man unterschiedlicher Meinung darüber sein kann, ob bislang schlummernde Gaben aktiviert wurden oder ob der Glaubende von Gott völlig neue Gaben geschenkt bekam.

Denkbar ist Beides, und vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Tatsache ist, dass der zum Glauben Gekommene ein völlig neuer Mensch geworden ist, was auch Außenstende spüren. Schon deshalb dürfen wir
niemanden verurteilen, weil wir nicht wissen, was Gott aus ihm noch machen kann.

Aber wie dem auch sei: Mit den Gaben die wir entfalten konnten oder neu geschenkt bekamen, sollen wir einander dienen, diese also nicht nur zum
eigenen Nutzen gebrauchen. Gedacht ist hier in erster Linie an den Dienst
innerhalb der christlichen Gemeinde.

Zu Zeiten der Apostel hatte das noch eine größere Bedeutung als in unseren Tagen, in denen es viele soziale Einrichtungen und Versorgungssysteme gibt, die sich professionell um das Wohlergehen ihrer Mitmenschen bemühen.

Deshalb wird man das heute nicht mehr so eng sehen können.

Im Übrigen haben alle die Einrichtungen, die es heute gibt, ihre Wurzeln im Christentum. Allerdings können diese Einrichtungen bei weitem nicht alles abdecken. Nach wie vor gibt es mehr als genügend Aufgabenfelder.

Deshalb ist es gut, wenn wir uns, da, wo es uns möglich ist, engagieren. Das befriedigt nicht nur uns selbst, sondern ist auch ein Zeugnis für unseren Glauben, und der Segen, den wir hier bewirken können, fällt auf uns selbst
zurück.

Jörgen Bauer