Des Menschen Zorn tut Unrecht!

Ihr sollt wissen meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht,
was vor Gott recht ist.

Jakobus 1, Verse 19 und 20


Es gibt immer wieder Dinge, die meinen Unmut erregen.

Das ist z.B. die Klimahysterie, mit der Weltuntergangsstimmung und
Ängste erzeugt werden, auf die derzeit die Schuljugend voll abfährt.

Geht man den Dingen aber auf den Grund und nimmt man die Fakten zur
Kenntnis, entsteht der Eindruck, dass das alles sehr weit hergeholt ist,
und ich erinnere mich an Berichte, wonach vor 1000 Jahren in Grönland
Gerste und Weizen angebaut und Milchviehwirtschaft betrieben werden
konnte. Das Nordmeer war eisfrei und die Wikinger konnten auf ihre
Entdeckungsreisen gehen.

Und Finnland kommt angeblich von Vinland, gleich Weinland, weil
bis weit in nördliche Gefilde Wein angebaut werden konnte.

Es gab damals - ganz ohne Auto-Verkehr - die mittelalterliche Warmzeit,
und das wiederholt sich, in großen Zyklen, immer wieder.

Was mich auch aufregt ist die zunehmende Unfähigkeit, sich sachlich mit
Fakten und politischen Gegnern auseinanderzusetzen und stattdessen
jeden, der von der vorgegebenen Einheits-Meinung abweicht, pauschal zu diffamieren und kurzschließende Behauptungen aufzustellen.

Aber soll man sich über die Narreteien und Torheiten, mit denen wir ständig
konfrontiert werden, wirklich aufregen und in Zorn geraten?

Ich denke nicht!

Wenn wir uns am Wort Gottes orientieren, fällt auf, dass das noch gar nie
anders war und sich die Wahrheit letztlich immer wieder durchgesetzt hat,
wenn auch manchmal in sehr schmerzlichen Prozessen, die man sich und
anderen gern ersparen möchte.

Und muss ich mir eigentlich alle Fernsehmagazine, Diskussionsrunden und Zeitungsartikel antun?

Mehr Gelassenheit bewahrt vor Zorn, mit dem man sich immer auch
ins Unrecht setzt, weil Zorn zu einer Verengung der Wahrnehmung führt,
und man dann Dinge tut oder sagt, was man im nüchternen Zustand nicht
tun würde. Denken wir daran, das letztlich Gott im Regiment sitzt,
und ohne Seinen Willen nichts geschieht.


Jörgen Bauer