Am Wort Gottes nichts verändern!

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.

5. Mose 4, Vers 2


Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.

2. Johannes 9


Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas wegnimmt…., so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt.

Offenbarung 22, Verse 18 und 19




Manche kennen sicher den „Flüstertest“. Wenn nicht, so will ich ihn kurz erklären:

Der Erste in einer Reihe flüstert seinem Nebensitzer etwas ins Ohr, was dieser wiederum dem Nächsten neben ihm Sitzenden ins Ohr flüstert, und immer so weiter. Der Letzte muss dann sagen, was ihm ins Ohr geflüstert wurde.

Das ist immer ganz lustig, denn je länger die Reihe ist, umso unmöglicher ist das, was am Ende herauskommt. Jeder hat die Botschaft ein ganz klein bisschen anders weitergegeben, so dass sie am Ende überhaupt keine Ähnlichkeit mehr mit dem hat, was anfänglich gesagt wurde.

Und damit bestätigt sich eine allgemeine Erfahrung, wonach Informationen bei der Weitergabe durch Zusätze, Kürzungen oder eigene Interpretationen verändert werden. Und wenn das noch durch „Klatsch und Tratsch“ verstärkt wird, kommt es dabei zu den tollsten Gerüchten.

Manche behaupten, dass dies mit der Bibel ebenso sei. Aber wer so etwas
behauptet, rechnet nicht mit Gott, Seiner Weisheit und Allwissenheit.

Gott, der uns kennt, weiß natürlich auch, dass Botschaften verfälscht werden können, und deshalb hat er in sein Wort entsprechende „Schutzvorschriften“ und Warnungen eingefügt.

Eines der „Roten Fäden“, die sich durch die Bibel ziehen, ist der, dass allergrößter Wert auf die göttliche Lehre der Bibel gelegt wird, die klar, rein, unverfälscht, unverändert, vollständig, ohne Zusätze und Abstriche weitergegeben werden soll.

Eigentlich etwas ganz Selbstverständliches, denn das Wort Gottes weist uns den Weg zum ewigen Leben, und diese Wegbeschreibung führt nur dann zum Ziel, wenn sie genau beachtet wird.

Es führen eben nicht alle Wege nach Rom!

Aus der Seefahrt, Raumfahrt oder dem Bergsteigen, wissen wir, dass nur ein ganz bestimmter Kurs, durch ein Riff, zurück zur Erde oder zum Gipfel führt, wobei eine Wegverfehlung, die nicht rechtzeitig korrigiert werden konnte, dramatische Folgen hat.

Und nicht anders ist das bei der Bibel als Gebrauchsanleitung für unser Leben.

Martin Luther hat diesem Prinzip durch das „sola scriptura“ = allein die Schrift, wieder Geltung verschafft und dieses damit über die „Tradition“ - die auch als „Überlieferung“ bezeichnet wird - gestellt, die im Katholizismus, neben der Schrift, Quelle der Offenbarung ist.

Die Schrift bezeugt uns klar und eindeutig, dass allein Jesus Christus, allein die Schrift, allein der Glaube und allein die Gnade, die für uns entscheidenden Rettungsmittel sind. Daneben gibt es keine weiteren Heilsbringer, Nothelfer oder allein selig machende Heilsvermittler.

Und hier dürfen wir Gott für das Wunder seines Wortes danken. Denn es ist ein Wunder, dass es, entgegen aller menschlichen Nachlässigkeiten, über die Zeiten hinweg, mit äußerster Präzision, vollständig und unverfälscht, weitergegeben wurde, was auf eine ungewöhnlich vielfältige Weise belegt ist.

Ganz im Gegensatz zu den Werken der Weltliteratur und Dichtung, die, oft schon nach Jahrhunderten, erhebliche Abweichungen aufweisen und dazu oft nur dürftig überliefert sind.

Daran lasst uns denken, wenn wir die Bibel zur Hand nehmen um daraus Kraft und Zuspruch für unser Leben zu schöpfen. Es ist verbindliches, zeitlos gültiges, vom Heiligen Geist inspiriertes Wort Gottes, an dem niemand vorbei kommt.


Jörgen Bauer