Direkt zum Fremdschämen!

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage
waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen
keiner da war.

Psalm 139, Vers 16


Am 21. September 2019 fand in Berlin der Marsch für das Leben statt,
bei dem es um den Schutz des ungeborenen Lebens, also gegen die
unselige Abtreibungsmentalität, ging.

Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran 8000 Personen, vor
allem aus Deutschland, teil. Eigentlich sollten auch maßgebliche Vertreter
der EKD und Politik Interesse an einer solchen Veranstaltung zeigen,
aber hier hält mich sich gewohnheitsmäßig bedeckt.

Es kamen aber trotzdem Grußworte evangelischer Landesbischöfe und
leitender Geistlicher aus EKD-Gliedkirchen und freikirchlicher Zusammenschlüsse. Auch die Evangelische Allianz war vertreten.

Papst Franziskus schickte ein Grußwort, und auch die katholische Kirche war
mit hochrangingen Vertretern dabei.

Das Wissen darum, dass die Abtreibung rechtswidrig und eine Straftat ist, ist durch die Fristenregelung, bedingt durch die fragwürdige Rechtsprechung
des Bundesverfassungsgerichts, weitgehend verloren gegangen.

Beschämend sind deshalb die "Gegendemonstrationen" zu denen es bei den
Märschen zum Leben gewohnheitsmäßig kommt, und wo sich die
"Demonstranten" verbal und tätlich total daneben benehmen.

Es ist eine Schande, dass der "Marsch für das Leben" durch die Polizei
gesichert, die Bühne von "Gegendemonstranten" geräumt werden muss
und der Marsch durch Sitzblockaden behindert wird.

Auch an dümmlichen Aussagen fehlte es nicht: "Da demonstrieren Nazis
und das ist undemokratisch", und angesichts des gewaltbereiten "Schwarzen Blocks": "Na und? Solange die auf euch Nazis losgehen, ist das völlig okay."

Gewohnheitsmäßig werden die Gegendomanstrationen von den Parteien
Bündnis 90/Die Grünen und "Die Linke" unterstützt.

Berichtet wurde darüber in ideaSpektrum vom 25. September 2019.

Im Gastkommentar heißt es, dass gebetet wurde, damit Gott die Herzen
der Hasser anrührt. Beten ist immer richtig. Aber ist das immer ausreichend?
Muss manchmal nicht auch Klartext geredet und Grenzen deutlich
aufgezeigt werden? Und hier ist auch die Politik gefragt!

Jörgen Bauer