Nicht unter dem Zorn Gottes bleiben!

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht
gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt
über ihm.

Johannes 3, Vers 36



Das ist eine klare Ansage, die gern übersehen, überlesen oder wegerklärt wird.

Die Formulierung, dass etwas bleibt, besagt, dass etwas bereits Vorhandenes bestehen bleibt, in diesem Fall der Zorn Gottes, unter dem der natürliche
Mensch von Geburt an, ohne sein Zutun, steht.

Ursache für den Zorn Gottes ist die Sünde. Sünde heißt soviel wie "Trennung
von Gott." Vergleichbar ist das mit einem Elektrogerät, bei dem der Netzstecker gezogen ist, und das dadurch praktisch "tot" ist. Dass wir als
Menschen, in ähnlicher Weise, von Gott, als der Kraftquelle des Lebens, getrennt sind, ist an unserer Vergänglichkeit erkennbar und daran, dass wir letztlich sterben müssen.

Davon kündet der Bericht vom Sündenfall, 1. Mose, Kapitel 3, der sicherlich
auch bildhafte Elemente enthält, aber in seiner Grundaussage zutreffend
ist.

Die meisten Menschen unserer Zeit, darunter auch viele Diener der Kirche,
die es besser wissen müssten, können mit dem Sündenbegriff nicht nur
nichts anfangen, sondern halten diesen für eine Erfindung der Kirche, mit
denen Menschen unter Druck gesetzt werden können, und es Sünde
tatsächlich nicht gibt.

Mit dem Sündenbegriff kann tatsächlich viel Schindluder getrieben werden.
Aktuell der "Klimasünder", der genau so inquisatorisch behandelt werden
kann, wie der Sünder früherer Zeiten, der gegen kirchliche und wirkliche oder auch nur vermeintliche christliche Auflagen verstoßen hat, und da war man im
Erfinden von "Geboten" sehr einfallsreich und auch brutal. Nicht umsonst
ist die Gehirnwäsche, eine später dann oft kopierte Erfindung, strenggläubiger,
um unguten Sinn fundamentalischer Kreise.

Was Sünde ist, hat mir mein früherer Pfarrer einmal anschaulich erklärt:
Sünde besteht darin, dass wir nicht nach Gott fragen, sondern tun, was
wir selbst für richtig halten, und das trennt uns von Gott und führt zur
Zielverfehlung des gesamten Lebens.

Das ist eine einleuchtende Erklärung des Begriffs "Sünde", und der trifft
erkennbar auf jeden von uns zu, und aus diesem Verhängnis können wir
uns selbst nicht befreien, weil dieses unserem Wesen und unserer
Herzenhaltung entspricht.

Sünde ist etwas, was Gott unter keinen Umständen akzeptiert. Sünde ist ein
Angriff auf Gottes Herrsein und Seine gute Schöpfungsordnung und wiegt so schwer, dass sie nur mit Blut abgewaschen werden kann. Gottes absolute Heiligkeit und Gerechtigkeit fordert die Bestrafung der Sünde.

Um das deutlich zu machen, mussten zu Zeiten des Alten Testaments Tiere anstelle der Sünder sterben. Tierblut reicht letztlich aber nicht aus. Auch der
sündige und unvollkommene Mensch könnte den Preis für die Sünde nicht
bezahlen. Das konnte nur der Sündlose, der ohne Sünde ist.

Deshalb opferte sich Jesus Christus, aus Liebe zu uns, als das Lamm Gottes, ein und allemal für alle Sünden der Menschen, die jemals geschehen sind und noch geschehen werden. Damit hat Jesus ein unendliches Lösegeld
gezahlt.

Sünde hat einen hohen Preis. Es gibt keine billige Gnade. Die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit Gottes uns Menschen gegenüber besteht darin, dass ER die
Strafe für die Sünde, in Gestalt seines Sohnes, selbst auf sich genommen hat.

Deshalb rettet uns allein das Hören auf Jesus Christus und die Annahme seines Heilswerks. Das ist durchgehende biblische Botschaft, auf die wir hören müssen, wenn wir nicht verlorengehen wollen.


Jörgen Bauer