Auf Menschen verlassen kann heißen verlassen sein!

Es ist gut, auf den Herrn zu vertrauen und nicht sich verlassen auf
Menschen.

Psalm 118, Vers 8


Es gibt zweifellos auch Menschen, auf die man sich ganz fest verlassen kann.
Aber eine 100%ige Sicherheit kann es auch hier nicht geben, weil Menschen,
wir selbst eingeschlossen, nun mal nicht vollkommen sind. Und wenn wir
ehrlich sind, erkennen wir, dass wir uns selbst auch nicht immer als absolut
zuverlässig erwiesen haben.

Jetzt, 30 Jahre nach dem Mauerfall, ist dieser ein Thema, das die Medien
beschäftigt und allenthalben gibt es Berichte und Filme, die sich mit den
damaligen Geschehnissen, menschliche Schicksale eingeschlossen, befassen.

In einer Zeitung, die ich wegen ihrer zuverlassigen Berichterstattung sehr
schätze, war jetzt folgendes zu lesen:

Berichtet wurde über die vollmundigen Aussagen US-Amerikanischer
Präsidenten, wo sich John F. Kennedy als Berliner bezeichnete. Das wurde
als Beleg dafür genommen, dass der große Verbündete seine Zusagen
einhielt und sich für die Einheit Deutschlands aussprach.

"Allerdings wissen die Historiker längst, dass Kennedys Bekundungen reine
Propaganda waren. Er hatte durch Berichte der CIA Monate vor dem Mauerbau
von der entsprechenden Absicht des DDR-Regimes erfahren und im kleinen
Kreis keinen Hehl daraus gemacht, dass man die Eindämmung der Fluchtbewegung aus dem Osten im Grunde für richtig hielt. Also traf man auf
Kosten der Deutschen mit der Sowjetunion ein Arrangement, dass auf der
wechselseitigen Anerkennung der Einflusssphären in Europa beruhte."

Es bestand wohl auch in Interesse daran, zu verhindern, dass Deutschland
wieder die stärkste Macht im Zentrum Europas würde.

Aber wie es aussieht, hat es Gott gut mit uns und unserem Land gemeint,
dass er es so fügte, dass die Mauer fiel und Deutschland wiedervereinigt
wurde. Aber sicher ist es so, dass es viele Dinge gibt, die wir nicht wissen,
weshalb man sich über viele Dinge nicht wundern sollte.

Wir tun gut daran, in allen Dingen auf Gott zu vertrauen und Ihm das im
Gebet vorzulegen, was uns bewegt.


Jörgen Bauer