Gott kann auch beharrlich NEIN sagen!

Und der Herr sprach zu mir: Du sollst nicht für dies Volk um Gnade bitten.
Denn wenn sie auch fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht erhören; und
wenn sie auch Brandopfer und Speiseopfer bringen, so gefallen sie mir
doch nicht, sondern ich will sie durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben.

Jeremia 14, Verse 11 und 12


Über Juda lag eine große Dürre. Das Vieh verschmachtete, es wuchs nichts
Grünes und die bewaldeten Höhen wurden kahl. Heute würde man das als
Folge eines Klimawandels ansehen. Auch damals gab es schon falsche
Propheten, die angeblich im Namen Gottes weissagten, ohne dazu berufen
zu sein und deshalb Lügenpropheten waren.

Möglicherweise empfahlen sie Brand- und Speiseopfer um Gott gnädig zu
stimmen. Die Scharlatane und Blender unserer Zeit halten es da mehr mit
Ablässen und Kasteiungen in Form von Abzocke und Restriktionen, die
natürlich in keinerlei Weise Einflüsse auf das Wetter haben können.

Das Volk hatte damals den Zorn Gottes, durch Unglauben und Götzendienst,
so massiv auf sich gezogen, dass Gott nicht mehr bereit war, die Gebete
seine Volkes zu erhören und Jeremia gesagt wurde, nicht mehr für das
Volk um Gnade zu bitten, weil er das Flehen des Volkes nicht erhören wird.

So kann Gott also auch reagieren!

Und das passt überhaupt nicht zu dem Bild des liebenden, gnädigen und barmherzigen Gottes, das wir uns gern von Gott machen, und wie es uns
auch ständig, in einseitiger Weise, verkündet wird.

Sollten wir am Ende auch von Lügenpredigern und falschen Hirten umgeben
sein, die uns ein gefälliges Gottesbild, in der Art vermitteln, wie es gerne
gehört wird und mit dem man nirgends aneckt?

Oft genug könnte man diesen Eindruck haben, und hier dürfen wir uns nicht
täuschen lassen.

Denn Gott ändert sich nicht!

Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: Den Ernst gegenüber denen,
die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner
Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
Römer 11, Vers 22

Jörgen Bauer