Den Götzendienst meiden!

Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen; ich aber hoffe auf den Herrn.

Psalm 31, Vers 7


Bis zum Götzendienst ist es oftmals nur ein kleiner Schritt, und niemand
darf hier selbstsicher sein! Der Götzendienst beginnt damit, dass uns
eine Sache so gefangen nimmt, dass wir bereit sind, dafür alles zu tun
und darüber den lebendigen Gott vergessen!

Das können liebe Menschen oder auch Sachen, inclusive Hobbys und
Ideale sein.

Ich beziehe unter anderem das lutherische Magazin für Religion,
Gesellschaft und Kultur - Confessio Augustana - der Gesellschaft für
Innere und Äußere Mission im Sinne der lutherischen Kirche, mit Sitz in Neuendettelsau.

Auch hier bin ich glücklich darüber, dass es noch solche Publikationen gibt,
in der gut les- und verstehbare Beiträge, verfasst von qualifizierten Autoren, veröffentlicht werden.

In der Ausgabe I/2020 (1. Quartal) geht es um Klima und Klimapolitik,
was seit langem ein Dauerbrenner ist. Ich will hier nicht auf Einzelheiten
eingehen. Denn hier ist jeder selbst gefordet sich zu informieren.

Vielleicht nur soviel, dass es um eine sehr widersprüchliche Thematik geht, wobei man - und nicht nur hier - zu dem Schluss kommt, dass einem Phantom nachgejagt wird, das sich dem menschlichem Einfluss vollständig
entzieht.

Der "Kampf ums Klima" hat für mich deshalb eindeutig pseudoreligiöse Züge, bei denen es um Glaubensinhalte geht, die vehement verteidigt werden und
wo Abweichler von den Glaubenssätzen Ketzer sind, die unter Druck gesetzt werden.

Zu einem Glaubenssystem gehört, dass nur das akzeptiert wird, was den
vorgegebenen Glaubensinhalten entspricht, wobei Fakten und Daten, die
dem nicht entsprechen, unterschlagen und Messergebnisse passend
gemacht bzw. nur dort beobachtet und gemessen wird, wo sich die erwartenden Daten bestätigen. Die Computerprogramme sind dann so ausgelegt, dass sie immer die erwarteten negativen Prognosen bestätigen

Man würde sicher auch nicht falsch liegen, wenn man anstelle von "Glaubenssystem" von einem Geschäftsmodell sprechen würde, das vielen ein gutes Auskommen sichert. Deshalb wird auch niemand an dem Ast sägen wollen, auf dem er stitzt.

Aber das ist nichts grundsätzlich Neues. Menschen neigten schon immer
zu solchen Verhaltensweisen, und wir können und sollen die Menschen auch
nicht ändern, sondern sie mit ihren Befürchtungen und ihrem Wunsch, die
Welt zu retten und dabei entsprechend honoriert zu werden, unbedingt ernst nehmen. Sie aber auch auf den Weg des Glaubens weisen, wo Sachlichkeit,
Nüchternheit und Wahrhaftigkeit zählen.

Als Christen wissen wir um die Begrenzheit menschlicher Möglichkeiten
und menschlicher Kraft. Deshalb können wir als Christen allenfalls ein
Korrektiv sein und Gott für uns und die Welt um viel Weisheit, Verstand, Einsicht, Vernunft und Erkenntnis bitten.

Jörgen Bauer