Der Weg kann niemals das Ziel sein!

Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht.

Psalm 1, Vers 6



Ich erinnere mich noch gut an die Lehrgänge in der Zeit meiner Berufstätigkeit, bei denen es auch im grundsätzliche Fragen ging, z.B. die, was richtig und was falsch ist.

Die Moderatoren bzw. -innen waren in der Regel psychologisch getrimmt und gaben dann die, zeitgeistlich geprägten, Antworten, "gemäß den Erkenntnissen der Wissenschaft".

Danach gibt es kein absolutes Richtig und Falsch. Was richtig und falsch ist,
hängt demnach von der Mehrheitsmeinung ab. Wenn die Mehrheit etwas so oder andeers sieht, dann ist das die Wahrheit. Dann sind das die Realitäten, die es anzuerkennen gilt. Von daher ist das, was richtig und falsch ist, einem ständigen Wandel, der auch als gesellschaftlicher Wandel bezeichnet wird,
unterworfen.

Im menschlichen Miteinander gilt dementsprechend: "Du bist o.k., ich bin o.k.,
also sind wir beide, so wie wir sind, in Ordnung und deshalb können wir so bleiben wie wir sind.

Und nachdem so alles relativ ist, kann es auch kein eigentliches Ziel geben.
Deshalb ist der Weg das Ziel oder auch die Entwicklung, die immer weiter
geht und deshalb nie an ein Endziel kommen kann.

Nach dem, was uns ständig an Ideologen vermittelt wird, wird klar, dass die
hier geschilderten Lehrmeinungen nach wie vor aktuell sind und das öffentliche Leben weitgehend bestimmen.

Auch wenn in all diesen Postulaten ein Körnchen Wahrheit steckt, sind sie doch dem Wort Gottes völlig entgegengesetzt und können von einem Christen so nicht akzeptiert werden, denn genau das ist ja die satanische, auf Halbwahrheiten beruhende Verführungstaktik.

Es gibt natürlich Dinge, die kann man so oder so sehen, weil sie von der Mode oder sich wandelnden Umgangsformen abhängen oder die man so oder auch anders handhaben kann, weil die Ergebnisse wertneutral sind, und man kann auch seinen Mitmenschen in seinem Sosein annehmen.

Aber es gibt Dinge, die sind richtig und Dinge, die sind falsch, und da gibt es
nichts zu diskutieren. Und es gibt die Wahrheit und es gibt die Lüge. Eine falsche Wahrheit und eine wahre Lüge gibt es nicht. Und ein halbe Wahrheit ist immer eine ganze Lüge.

Der heutige Vers sagt uns, dass Gott den Weg der Gerechten, also derjenigen, die in Gottes Wegen und Geboten wandeln, kennt. Das sind
diejenigen für die nicht alles relativ ist, sondern die nach Gott und Seinem
Wort fragen und sich danach ausrichten.

Deren Leben ist fruchtbar und gesegnet und kommt zum Ziel, das bei Gott
in der Ewigkeit ist.

Die Gottlosen hingegen sind wie Spreu, die der Wind verweht und die deshalb
im Gericht Gottes nicht bestehen und das Ziel mithin nicht erreichen.
(Psalm 1, Verse 4 und 5) Auch ihnen widerfährt damit das, was sie geglaubt haben.

Wolle es Gott schenken, dass wir einmal bei denen sind, die sich durch menschliche Irrlehren nicht haben verführen lassen.




Jörgen Bauer