Eigentlich war es noch nie anders!

Hilf Herr! Die Heiligen haben abgenommen, und gläubig sind wenige
unter den Menschenkindern.

Psalm 12, Vers 2



Heute würde man vielleicht sagen: "Hilf Herr, die Zahl der Christen
(und Mitglieder der Kirchen) nehmen ständig ab, und es gibt nur
wenige, die noch glauben."

Wie an dem heutigen Vers erkennbar, war das vor 3000 Jahren,
als David diesen Psalm schrieb, nicht viel anders als heute. Ebenso
wie das, was David im nachfolgenden Vers schreibt:

"Einer redet mit dem anderen Lug und Trug, sie heucheln und reden
aus zwiespältigem Herzen." Psalm 12, Vers 3

Viele Mitchristen sind depremiert, wenn sie solche Entwicklungen er-
kennen. Sie sagen, dass es immer schlimmer wird und entwickeln
Endzeitszenarien.

Wie weit die Zeit bis zur Wiederkunft Christi schon vorangeschritten
ist, wissen wir nicht. Trotzdem sollen wir realistisch sein, die Entwick-
lungen in der Welt beobachten und uns keinen Illusionen hingeben.

Zu einer nüchternen und realistischen Sichtweise gehört aber auch
zu erkennen, dass Gott Seine Gemeinde bis heute hindurchgetragen
hat und es nach wie vor Menschen gibt, die an den Gott, der sich
in der Bibel - und seit 2000 Jahren auch in Seinen Sohn Jesus Chris-
tus - offenbart, glauben, IHM vertrauen und mit IHM rechnen.

Als Petrus Seinem Herrn auf dem Wasser entgegenging, ging er so-
fort unter, als er nicht mehr auf Jesus sah, sondern sich von den
brausenden Wellen beeindrucken und ablenken ließ.

Genauso ergeht es uns, wenn wir nicht auf Christus schauen, son-
dern uns von widrigen Umständen oder Negativberichten beeindrucken
oder gar entmutigen lassen.

Jesus Christus ist auferstanden. ER ist der wiederkommende Herr. ER
ist der Sieger, und wir stehen auf seiner Seite. Deshalb sollten wir das
Hauptaugenmerk auf das richten, wo die Macht Jesu Christi sichbar wird.

Auf einem Christustag iin Stuttgart wurde von einem Vortragenden folgen-
des berichtet:

Der Vater eines Freundes, namens Bekele Shanko, aus Äthiopien, war
Alkoholiker und Satanist. Er konnte weder lesen noch schreiben. An
einem Sonntag fand er auf dem Fußboden ein Neues Testament. Der
Vater öffnete es und hörte eine Stimme sagen: Das ist mein Wort!
Daraufhin setzte er sich unter einen Baum und betete: Gott, wenn das
dein Wort ist, dann hilf mir, es zu lesen. Und in dem Augenblick konnte
er die Bibel lesen. Am selben Abend hat er das ganze Dorf eingeladen,
400 Menschen, und am selben Abend nahm des ganze Dorf Jesus in ihr
Leben auf. Bis zu seinem Tod gab der Vater das Buch nicht mehr her.
Andere Bücher, die man ihm hinhielt, konnte er nicht lesen.

So wirkt Gott bis heute über all unser Begreifen hinaus. Insbesondere auch
in den Ländern, wo die Christen am meisten verfolgt werden.

Und das ist kein Einzelfall. Den Publikationen von Open doors ist zu
entnehmen, dass sich weltweit Gemeiden bilden und die Zahl der Christen
zunimmt. Auch der Internationale Gideonbund berichtet davon.

Wir dürfen uns von dem, was hierzulande abgeht, nicht verunsichern lassen.

Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht!


Jörgen Bauer