In der Stille ist die Kraft!

Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet
und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen
würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht.

Jesaja 30, Vers 15



Aber was wollten sie dann? Sie wollten die Sache selbst in die Hand neh-
men und erlitten dabei schrecklichen Schiffbruch.

Es ging auch damals um eine Situation, wie wir sie bis heute kennen. Es
gab politische Verwicklungen, Bedrohungen und Probleme und man setzte
auf trügerische Sicherheiten.

Wie sicher sind wohl die Bündnisse und Garantien, die heute eingegangen
und gegeben werden?

Was taugen all die Versprechungen und Sonntagsreden, mit denen wir uns
so gerne ruhig stellen lassen? Aus Erfahrung wissen wir doch, was davon zu
halten ist! Sie gelten nichts mehr, wenn es gilt! Die Beispiele, die man dafür
anführen könnte, sind endlos!

Das Wort Gottes sagt uns, von was wirkliche und nachhaltige Hilfe zu er-
warten ist:

Von der Umkehr von falschen Wegen und von der Hinwendung zu Gott.
Und davon ist auch unser Volk und Land unendlich weit entfernt, weshalb es nicht verwundern sollte, wenn auch wir, so wie damals Israel, über kurz oder lang Niederlagen erleiden müssten.

Nun können wir selbst nur wenig ändern, wenn es um politische Entscheidun-
gen und gesellschaftliche Prozesse geht, zumal wir, wegen der vielen,oftmals
widersprüchlichen Meldungen, nicht erkennen können, wer oder was wirklich dahintersteckt und durch was die öffentliche Meinung, im jeweils beabsichtigten Sinn, gelenkt wird.

Wo wir aber etwas ändern und beeinflussen können, ist in unserem Leben
und in unserem persönlichen Umfeld. Hier müssen wir nicht in einen unüber-
legten blinden Aktionismus verfallen und alles glauben, was uns berichtet
wird, sondern können stattdessen immer wieder zu Gott umkehren,
im Gebet stille vor IHM werden und auf IHN hoffen. Und diese Hoffnung macht
nicht zuschanden, wie die Schrift sagt.

Und je mehr das tun, um so größer ist der Rückkopplungseffekt in die
Gesellschaft hinein.

Gott sagt uns zu, dass daraus die Stärke erwächst, mit der wir im Alltag
bestehen können. Wollen wir es deshalb immer wieder mit Gott wagen!


Jörgen Bauer