Ohne Glaubensfrüchte bliebe der Glaube tot!

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit,
Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit;

Galater 5, Vers 22


Gott möchte, dass wir Glaubensfrüchte bringen. Im obigen Vers sind einige
dieser Früchte aufgeführt, und viele ernsthafte Christen sind hier mit sich
selbst nicht zufrieden, weshalb sie sich ständig damit befassen und alle
Anstrengungen unternehmen, um diese Vorgaben zu erfüllen, dabei aber
doch immer wieder nur an ihre Grenzen zu stoßen, was sie dann fragen
lässt, ob sie von Gott angenommen sind.

Hierzu kann nur gesagt werden, dass dieses Leistungsdenken der total falsche Ansatz ist.

Es ist richtig, dass ein Kopfglaube, bei dem sich der Glaubende ständig
mit der Bibel befasst, sich in dieser bestens auskennt, wobei er sämtliche Glaubenslehren verinnerlicht hat, eine ebensolche Sackgasse ist, wenn
auch unter anderem Vorzeichen.

Der Glaube bringt nur dann Frucht für die Ewigkeit, wenn unser Herz, unser
innerstes Wesen, vom Geist Gottes ergriffen ist, mit der Folge, dass uns
dies zu neuen Menschen gemacht hat. Das Neue Testament spricht hier
von Wiedergeburt, und die ist durch noch so große Anstrengungen und
allen guten Willen nicht machbar, sondern muss geschenkt werden.

Und darum können wir nur bitten und dazu Gott bitten unseren schwachen
Glauben zu stärken und uns vor Unfall und Abfall und Abkommen vom
rechten Weg zu bewahren.

Wenn ich die Aufzählung der Früchte des Geistes, obigen Vers lese,
muss ich gestehen, dass ich alle diese Vorgaben nur sehr mangelhaft
bis ungenügend erfülle, und damit bin ich sicher nicht allein.

Aber deshalb muss ich nicht verzagen, weil eine Glaubensfrucht, die möglicherweise sogar die wichtigste ist, darin besteht, dass ich auf Gott
vertraue, IHM mein Versagen und meine Unzulänglichkeiten eingestehe
und IHN um ständige Erneuerung und Vergebung bitte.

Wenn wir unser Leben in der Gemeinschaft mit Gott leben, erfahren wir
Seine Nähe, die uns froh und wohlgemut macht, was es uns erleichtert
Glaubenfrüchte zu bringen, für die wir dann Gott die Ehre geben können.
Auch wenn die von uns erbrachten Früchte nie vollkommen sein können,
sind wir damit trotzdem auf dem rechten Weg.

Jörgen Bauer