Es ist nichts vergessen!

Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher
wurden aufgetan. Und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches ist das
Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den
Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.
Offenbarung 20, Vers 12

Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des
Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.
Offenbarung 20, Vers 15


Das sind unheimliche Aussichten: Nichts von dem, was in der Welt
von Menschen getan, gesprochen und gedacht wurde, ist vergessen!
Wir vergessen viele Sachen, erinnern uns an vieles nicht mehr, vieles
ist in Vergessenheit geraten, und wir tun uns mit der Erinnerung oftmals
schwer - aber es ist deshalb keinesfalls untergegangen!

Vor dem Richterstuhl Christi kommt alles nochmal auf den Tisch!

Das mag etwas Tröstliches für uns haben, wenn wir erkennen, dass alle
die begangenen furchtbaren Verbrechen, Untaten, Lügen und Ungerechtigkeiten im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht einfach unter den Teppich gekehrt wurden, sondern Täter und Komplizen, wenn auch spät, zur Rechenschaft gezogen und ihrem Tun entsprechend abgeurteilt werden.

Für uns bedeutet das Zweierlei: Wir müssen uns zum Einen nicht über die
Täter erregen und nach Rache und Vergeltung rufen, sondern können das
Gott überlassen und zum Anderen bedenken, dass wir allesamt, auch wenn
im einzelnen nicht mehr erinnerlich, doch genügend Schuld auf uns geladen
haben, dass es für eine Verurteilung reichen würde.

Und deshalb müssten auch wir das Jüngste Gericht fürchten.

Aber als Christen haben wir die wunderbare und befreiende Botschaft
des Evangeliums, wonach Jesus Christus, als unser Herr, Heiland und Erlöser,
die Strafe für unsere Sünden und Untaten, durch sein unschuldiges Leiden
und Sterben, bereits für uns, auf sich genommen hat, weshalb wird darauf vertrauen können, dass unsere Namen im Buch des Lebens geschrieben stehen und wir damit straffrei ausgehen.

Und so gibt einmal die Auferstehung zum Gericht und einmal die Auferstehung
zum ewigen Leben.

Das sind sehr ernste und existenziell sehr bedeutsame Dinge, die verkündet
und den Menschen gesagt werden müssen. Jesus Christus muss als unser
aller Heiland, Retter und Erlöser verkündet werden, zu dem wir umkehren müssen, wenn wir gerettet werden wollen.

Denn ich bin davon überzeugt, dass das Wort Gottes uns hier die Wahrheit sagt und es nicht um irgendwelche Theorien geht. Und wenn es eine göttliche Gerechtigkeit gibt, kann es eigentlich auch gar nicht anders sein!

Für uns Christen gilt, dass wir anderen vergeben und Gott bitten, dass
er alles, was sich verirrt hat, auf den rechten Weg bringt, uns selbst
eingeschlossen. .

Jörgen Bauer