Gott regiert und bleibt der Herr der Welt!

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt
seinen Schritt.

Sprüche 16, Vers 9


In unserer Tageszeitung kommen unter der Rubrik "Zurückgeblättert",
täglich Fotos aus vergangenen Jahren und Jahrzehnten, auf denen
meistens auch Menschen abgebildet sind. Und da wird mir immer bewusst,
dass von denen hier Abgebildeten, heute keiner mehr lebt. Und nach
Lage Dinge wird auch meine Generation bald der Vergangenheit angehören.

Ich sehe auch die täglichen Todesanzeigen und da fallen mir immer die
Verstorbenen auf, die zum Teil erheblich jünger waren, als ich es bin.

So führt der tägliche Blick in die Tageszeitung bei mir zur Gelassenheit
und lässt mich nachdenklich und damit geduldig werden.

Auch ich könnte mich ständig über das aufregen was Menschen so alles
tun und anrichten, insbesondere wenn sie zu den Mächtigen und Einflussreichen gehören.

Aber gilt für sie nicht auch, was im Psalm 103, 15 steht?

"Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem
Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist er nimmer da, und ihre Stätte
kennt sie nicht mehr."

Das gilt nicht nur für die uns nahestehenden Menschen, sondern auch für
alle diejenigen, die uns nicht gefallen wollen. Sie können uns heute noch erschrecken, aber schon bald wird niemand mehr von ihnen sprechen.

Und was haben vergänglichen Menschen nicht so alles an Plänen und
Vorhaben entwickelt und wieviel Energie haben sie aufgebracht und
wieviel Menschen mussten das tun, was dazu von ihnen gefordert wurde,
und am Ende war alles umsonst und hat mehr Schaden als Nutzen
verursacht.

Die Verirrten zu hassen und zu verachten ist die verkehrte Reaktion, weil
sie eher Anteilnahme, im Sinne der Feindesliebe, benötigen.

Der Mensch denkt und Gott lenkt, darauf hebt der heutige Vers ab.
Es geschieht nichts, ohne dass Gott es nicht wüsste und zuließe und nur an IHN können wir uns halten und IHN bitten, dass er uns bewahrt und hindurchträgt. Und dieser Glaube an IHN und an seine Allmacht ist unsere Stärke!

Jörgen Bauer