Gott, ein Freund des Lebens, will dass wir leben!

So wahr ich lebe, spricht der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tode
des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem
Weg und lebe.

Hesekiel 33, Vers 11


Gott ist absolut heilig und gerecht. Seine absolute Gerechtigkeit verlangt
unerbittlich die Bestrafung der Sünde, und das ist immer die Todesstrafe,
und da gibt es keine Gnade. Das ist Gottes ewiges unabänderliches Welt-
gesetz, und hier wird sich Gott niemals selbst untreu.

Trotzdem hat Gott aber keinen Gefallen am Tod des Sünders. Es ist nicht
so, dass Gott Genugtuung und Freude beim Tod eines Sünders empfindet.
Gottes leidet in seiner Liebe zu den Menschen darunter, dass ER hier so
gnadenlos hart sein muss.

Und deshalb hat ER in seiner Liebe zu uns auch einen Ausweg gefunden:
ER selbst hat in Gestalt seines Sohnes Jesu Christus die Strafe für alle
Sünden der Welt auf sich genommen. Damit ist Gottes ewigem Weltgesetz
und Seiner absoluten Gerechtigkeit Genüge getan.

Nur dadurch wird es möglich, dass wir zum Leben umkehren können, wobei
unsere Schuld durch das Blut Jesu Christi getilgt wird und wir vor Gott
sauber dastehen.

Zu Zeiten Hesekiels war davon noch nichts bekannt. Vergebung erlangte
man aber auch damals nur durch Umkehr vom falschen Weg und durch den
Opferdienst für den damals die Priester als Mittler zwischen Gott und dem Volk
zuständig waren.

Allerdings konnte dadurch nur eine vorläufige Vergebung bewirkt werden,
die ihre endgültige Bestätigung erst im Opfertod Jesu Christi fand, der
im himmlischen Heiligtum zugleich Hohepriester und Opferlamm ist, so wie
das im Hebräerbrief näher ausgeführt wird.

Nach den Aussagen des Wortes Gottes gibt es keinen anderen Weg zurück
zu Gott, als den der Umkehr verbunden mit der Annahme des uns in Christus
angebotenen Heils. Es gibt hier keine billige Gnade, wobei wir uns allerdings
keine Gedanken darüber machen müssen, wie Gott in den Fällen verfährt, wo
Menschen Jesus Christus nie kennengelernt haben.

Im Totenmonat November sind auch Hospize ein Thema. Hospize sind Orte
der Sterbebegleitung, wo man versucht den Sterbenden die letzte Zeit so
angenehm wie möglich zu machen, was ein sehr lobenswerter Liebesdienst
ist.

Die Sterbenden können mit den Sterbebegleitern über alles das reden, was
sie bewegt und was sie noch geordnet haben wollen. Über alles spricht man,
nur nicht über die persönliche Zukunft, weil die Sterbenden ja keine mehr ha-
ben.

Oder etwa doch?

Natürlich haben sie noch eine sehr lange, nämlich ewige Zukunft vor sich, und
da ist es die Frage, wo sie nach Durchschreiten des Todestors auf der ande-
ren Seite aufwachen. Im ewigen Leben oder, getrennt von Gott, im ewigen
Tod?

Bringt es noch etwas mit Sterbenden darüber zu sprechen? Dass sich jemand
noch in letzter Minute bekehrt ist selten aber nicht unmöglich. Wer sein Leben
in der Gottesferne zugebracht hat, dürfte hier allerdings festgefahren und ver-
härtet sein. Das "zu spät" kann so schon während des Lebens eingetreten sein.

Um so wichtiger ist es deshalb, das Evangelium zu jeder Zeit und Unzeit zu
verkünden und zur Umkehr zu rufen.


Jörgen Bauer