Das wirkliche Weihnachtsgeschenk!

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört,
der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da
will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

Offenbarung 22, Vers 17



„Man könnte grad meinen, hier gibt’s was umsonst!“ Ein Spruch den
ich immer parat habe, wenn auf einem Markt oder in einem Kaufhaus
dichtes Gedränge herrscht.

Natürlich gibt es nirgendwo etwas umsonst, jedenfalls nicht unter
Menschen. Und selbst dann, wenn etwas verschenkt oder ein Liebes-
dienst getan wird, erwartet man, wenn schon keine Gegenleistung,
dann doch zumindest soviel, dass die Gabe oder das Tun nicht mit
grobem Undank quittiert wird.

Denn der schönste Lohn ist, wenn schon von Lohn gesprochen wird,
der, dass die Gabe oder das Tun eine positive Resonanz findet.

Wie ist das nun aber mit Gott? Gibt es da wirklich alles „umsonst“?
Immerhin ist der Lohngedanke der Bibel nicht fremd. An vielen Stellen
steht von Lohn und Belohnung geschrieben, die dem zuteil wird, der
im Glauben treu geblieben ist.

Da Gott bereits alles gehört, auch das, was wir besitzen, einschließ-
lich unseres Lebens, unserer Fähigkeiten und Begabungen, haben wir
nichts, was wir Gott schenken könnten. Was sich Gott stattdessen
wünscht ist, dass seine Wohltaten und Gaben bei uns eine „positive
Resonanz“ finden.

Das heißt, dass wir IHM danken, IHN loben und von IHM in Dienst neh-
men lassen, wobei „in Dienst nehmen lassen“ nicht bedeutet, die Wohl-
taten Gottes, im Schweiße unseres Angesichts, nachträglich abarbeiten
zu müssen.

Gott dienen zu dürfen ist vielmehr eine weitere Wohltat. Denn bei Gott
einen Arbeitsplatz zu haben, ist Freiheit, und Gott ist ein überaus groß-
zügiger Arbeitgeber.

Wir können Gott nicht nur nichts schenken und können auch nichts ab-
arbeiten, sondern haben stattdessen ganz erhebliche Schulden bei IHM.
Diese Schulden sind so groß und so geartet, dass wir sie, bis in
alle Ewigkeit, nie bezahlen oder abarbeiten könnten.

Als Schuldenzahler wären wir zudem völlig ungeeignet, weil wir nicht
über die Währung verfügen, mit der bei Gott gezahlt werden kann.

Diese „Währung“, mit der für alle Sünde und Schuld, für alles Versagen
und alle Versäumnisse bezahlt werden kann, ist einzig und allein das
Blut Jesu Christi, mit dem uns ein unendliches Guthaben zur Verfügung
steht, von dem wir fleißig abheben und bezahlen können.

Umsonst gibt es, so gesehen, auch bei Gott nichts, aber zahlen tut ein
anderer für uns, der für uns Mensch wurde und dessen Geburt wir an
Weihnachten feiern.

Und dieser bietet allen, die das wollen, das Wasser des Lebens, in die-
sem Fall des ewigen Lebens, an, was für diejenigen, die davon trinken,
wiederum umsonst ist.

Und zur Quelle des Lebens ist man selbst dann noch eingeladen, wenn
man Gottes Wohltaten bislang mit grobem Undank quittiert hat! Noch
gilt diese Einladung, die man deshalb nicht ausschlagen sollte!

Ist das nicht ein überaus wunderbares, großzügiges und einmaliges
Angebot?

Was gibt es dazu anderes anzumerken, als:

Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus! Die Gnade des
Herrn Jesus sei mit allen!
Offenbarung 22, Verse 20 und 21


Jörgen Bauer