Mit dem Senfkorn gegen einen Berg!

Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

Matthäus 17, Vers 20


Darf man dieses Wort Jesu wortwörtlich nehmen? Würde man Gott nicht in einer unzulässigen Weise versuchen, wenn man hier die Probe aufs Exempel
machen würde, und welchen Sinn hätte es überhaupt, einen Berg von der
Stelle zu bewegen? Wäre das nicht ein sinn- und nutzloses Experiment?

Und dass ein Glaube wie ein Senfkorn, und damit ein sehr schwacher Glaube,
so etwas bewirken soll, scheint ohnehin sehr merkwürdig.

Um es gleich zu sagen: Die Aussage Jesu ist nicht wortwörtlich zu nehmen!
Der Ausdruck "Berge versetzen", war zu Zeiten Jesu eine sprichwörtliche
Redewendung, die soviel bedeutete, wie "das Unmögliche möglich machen".

Jesus will uns hier sagen, dass dem Glauben nichts unmöglich ist. Denkt Jesus hier an die Gnadengabe eines wundertätigen Glaubens (1. Korinther 12,9)?

Ich wollte das nicht so eingegrenzt sehen, sondern darauf verweisen, dass
Gott auf den Glauben den allergrößten Wert legt und dass er uns in seinem Wort zusagt, dass der Glaube an IHN nicht vergeblich ist und dass die Hoffnung auf IHN nicht zuschanden macht.

Im Vertrauen auf Gottes Zusagen kann der Christ deshalb große Dinge wagen. Allerdings muss er zuvor Gewissheit darüber haben, dass das was er vorhat, dem Willen Gottes entspricht. Dazu ist das Gebet und die Bitte um die Leitung durch den Heiligen Geist nötig.

Und viele Christen können bestätigen dass dies so ist. Und das gilt nicht nur
für zahlreiche christliche Sozial- oder Missionswerke, die oftmals mit Nichts angefangen haben, sondern auch für das persönliche Leben.

Auch ich konnte schon derartige Erfahrungen machen, dass Gott in einer
Sache führte und sich zur richtigen Zeit immer die genau passenden "Zufälle"
einstellten, die manchmal so präzise waren, dass ich nicht mehr an Zufall
glauben konnte.

Schief gehen die Dinge dann, wenn wir uns vormachen, dass ein Vorhaben von
Gott gewollt ist und wir dann darangehen Gott zu versuchen.

Wenn wir aber Gott vertrauen und uns von IHM leiten lassen, dann hilft er uns
dabei Berge zu versetzen. Wobei die Berge zumeist aus Problemen und Aufgaben bestehen, die sich scheinbar unüberwindlich vor uns auftürmen.

Was hilft, ist jeden Tag die Durchhilfe Gottes in Anspruch zu nehmen und IHM
die Führung zu überlassen, denn ER macht es in einer Weise wohl, dass wir staunen müssen.


Jörgen Bauer