Nur die uingeteilte Hingabe an Jesus Christus zählt!

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
Ich sage euch das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden.
Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug,
gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und
nicht auf Christus. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.

Kolosser 2, Verse 3,4,8 und 9



Was wäre von folgender Aussage zu halten?

“Ich bin mit Leidenschaft Christ und gegen Religionsvermischung, Relativierung, Beliebigkeit und Anpassung, und die Kirche ist auch kein Markt der Möglichkeiten. Ich muss aber anerkennen, dass es auch andere Religionen gibt, die etwas für sich haben, weshalb der christliche Glaube insoweit nichts Besonderes ist.”

Zu diesem Schluss kommt man, wenn man sich mit dem “EKD Grundlagen-
text Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive”
befasst hat, der unter dieser Überschrift auch im Internet nachlesbar ist.

Befasst man sich mit dem Text, stellt man fest, dass man sich auf rund 80 Seiten ständig im Kreise dreht und in allen fünf Abschnitten, nur mit anderen Worten, immer dasselbe sagt, ohne dabei konkret zu werden, wobei sich
manches wie ein politisches Manifest und Bekenntnis zum Pluralismus liest.

Eigentlich müsste schon die Verse, die der heutigen Betrachtung zugrunde
liegen, ausreichen, um das Verhältnis zu anderen Religionen und Weltanschauungen zu klären:

An Jesus Christus führt kein Weg vorbei, und alle anderen Religionen müssen sich an diesem Maßstab messen lassen. Aber dazu müsste man das Wort Gottes ernst nehmen.

Die “religionsphilosophische Betrachtung” der EKD möchte aber “fair” sein und
es allen recht machen. Dazu bekennt man sich zwar zum Christentum, begibt
sich aber gleichzeitig in die Rolle des neutralen Beobachters, der die Dinge
gewissermaßen sachlich distanziert von Außen betrachtet, und eben das geht
nicht.

Es ist so, als wenn ein Mann seiner Frau seine Liebe erklärt und sagt, dass sie
für ihn das Größte, Schönste und Wichtigste ist, um dann im gleichen Atemzug zu sagen, dass es auch noch viele andere interessante und liebenswerte Frauen gibt, die er nicht übersehen kann, weshalb er auch diesen Anerkennung und Bewunderung zukommen lassen muss – ohne deshalb aber untreu zu werden.

Was soll man von einer solchen “Liebeserklärung” halten?

Glaube und Liebe sind “einseitig”. In beiden Fällen muss man sich auf etwas
festlegen, wobei man sich gleichzeitig gegen alle anderen Möglichkeiten
entscheidet. Und im Glauben sollen wir Gott mit ungeteiltem Herzen dienen.

Da habe ich einmal folgendes gelesen:

"Erstmals haben Christen und Muslime unter den Abiturienten der N.N. Schule mit einem Gottesdienst gemeinsam das Ende ihrer Schulzeit gefeiert.

In Gesprächen mit dem örtlichen Imam N.N. und dem evangelischen Schulseelsorger Pfarrer XY habe der Rektor eine Offenheit auf beiden Seiten für einen gemeinsamen Gottesdienst gespürt.

Schulseelsorger XY und Imam N.N. hielten gemeinsam eine Ansprache, bei der sie sich abwechselten. Wie der Pfarrer erläuterte, hat der Gottesdienst die Unterschiede zwischen den Religionen nicht aufgehoben. Er sei vielmehr Ausdruck eines freundlichen Miteinanders im Sinne einer guten Nachbarschaft.

Das ist genau die Haltung, die einst auch König Salomo zum Verhängnis
wurde und zum Gericht Gottes führte.

Der Propst des Sprengels der Evangelischen Kirche, stellte sich gegenüber
idea hinter den Gottesdienst: „Multireligiöse Gebete und Gottesdienste sind dann für uns kein Problem, wenn die verschiedenen Traditionen nicht vermischt werden.“ Er habe von keinen Beschwerden gehört."

Bis dahin der Text in Ausschnitten, wobei Orte und Namen gelöscht wurden.

Genau das ist der derzei dominierende relativistische Geist, wo von den
Grundlagen des christlichen Glaubens, von allein Jesus Christus, Umkehr, Sünde, Vergebung, Auferstehung, Wiederkunft Christi, Jüngstes Gericht, Himmel und Hölle usw. nicht mehr gesprochen wird, sondern wo es nur noch um "Dialog", "Partnerschaft" und "Wohlfühlreligiosität" geht.

Wenn von den Grundlagen des christlichen Glaubens nichts mehr gelehrt
wird, können freilich keine Beschwerden kommen.

Von Irrlehren müssen wir uns öffentlich distanzieren und stattdessen unseren Glauben unverfälscht bezeugen, wenn wir nicht verloren gehen wollen.


Jörgen Bauer