Das Reden Gottes!

Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der Herr auf den Berg herabfuhr im
Feuer, und der Rauch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen und
der ganze Berg bebte sehr. Und der Posaune Ton ward immer stärker.
Und Mose redete und Gott antwortete ihm laut.

2. Mose 19, Verse 18 und 19



Im Wort Gottes gibt es viele Stellen, wo vom Reden Gottes geschrieben seht.
Da steht dann: "Gott sprach", "dass Gott zu Mose wie zu einem Freund - gewissermaßen von Mensch zu Mensch - gesprochen hat" oder "ich hörte die Stimme des Herrn" usw., und da fragt man sich wie das sein kann und wie die Propheten von Gottes Absichten erfahren haben.

Hier regt sich dann bei vielen der Zweifel, denn es ist nicht vorstellbar, dass Gott akustisch hörbar zu Menschen redet. Entsprechende Aussagen werden dann so gedeutet, dass man Gott in seinem Herzen gehört oder durch den
Heiligen Geist inspiriert war, wie immer man sich das auch vorstellen soll.

Ich bekomme immer mehr eine Ahnung davon, dass die Wirklichkeit unserer
Welt radikal anders ist, als sie unserer augenscheinlichen Wahrnehmung
entspricht.

Ich las dieser Tage davon, dass ein Muslim dadurch zum christlichen Glauben
kam, weil mehrmals hintereinander eine überirdisch lichte Gestalt in sein
Zimmer getreten ist um ihm eine Botschaft zu bringen. Häufig erscheint
Jesus Christus auch Muslimen im Traum, um auf sich hinzuweisen.

Ein Prediger aus unserem Ort, dem eine schwere Operation bevorstand,
erzählte, dass am Abend vor seiner Operation sein verstorbener Vater zu
ihm ins Zimmer getreten ist, um ihm zu sagen, dass er sich nicht fürchten
müsse, weil alles gut ausgehen werde.

Auch ein Onkel meiner Frau erzählte kürzlich, wie er genau spürte, dass jemand in sein Zimmer trat, und als er aufsah, war es sein vestorbener Vater, der ihm etwas ausrichtete. Auch das Verhalten von Tieren lässt oftmals nachweislich auf ein Vorauswissen schließen, was den Tierhalter in Erstaunen versetzt.

Dazu gibt es auch weiterhin Berichte von Wundern und Ereignissen, die
nicht erklärbar sind, weshalb denen oftmals skeptisch begegnet wird.
Was sicher nicht falsch ist, denn Leichtgläubigkeit wäre auch verkehrt.

Das alles weist aber darauf hin, dass unsere sichtbare Welt von einer unsichtbaren Wirklichkeit durchzogen wird, wie es auch dem Weltbild der Bibel entspricht, weshalb ich mit den biblischen Aussagen über Gottes Reden und Handeln überhaupt keine Probleme habe. Dem allmächtigen Gott ist tatsächlich kein Ding unmöglich.

Dazu noch ein Blick in die Naturwissenschaft, hier speziell die Quantenphysik.
Was ein Quant, als eines der kleinsten Teilchen der Materie ist, kann man
nicht sagen, weil es sich hier um virtuelle Teilchen handelt, ohne die auch kein
Computer funktionieren würde. Daum ging es in einer der letzten Andachten.

Virtuell heißt, dass etwas da ist, aber nicht in der Form wie es da zu sein scheint. Quanten können gleichzeitig an mehreren Orten sein. Raum und Zeit scheinen keine Rolle zu spielen.

Zwar ist das kein Beweis für Gott. weist aber auf den Schöpfer, der Teile seiner
Eigenschaften auch in die Schöpfung hineinlegen kann

Im Internet war einmal ein qualifizierter und hochinteressanter Vortrag eines Professors zum Thema Quantenphilosophie zu hören, in dem unter anderem spürbar wurde, wie sehr die Wirklichkeit der Welt durch unsere Vorstellungen und durch das was wir glauben gestaltet wird. Als Beispiele wurden der
Placebo-Effekt und "erfolgreiche Operationen" angeführt, die dem Patienten aber nur vorgespiegelt wurden.

Man sollte an solche, sicherlich sehr interessante Dinge nüchtern und sachlich herangehen. Wenn ich jetzt aber Titel wie "Quantenphilosophie und Spiritualität" lese, weiß ich, woher der Wind weht, und davon will ich dann nichts mehr wissen.

Aber eines wird klar: Wenn Gott zu uns reden kann, können wir, umgekehrt,
auch zu Gott reden, der uns, wie unser auferstandener Herr und Heiland
Jesus Christus, ständig umgibt, so wie es uns das Wort Gottes bezeugt.
Wenn wir beten führen wir demnach keine Selbstgespräche und beten auch
keine Wand an, sondern der anwesende Gott hört uns.

Jörgen Bauer