Umgang mit Herausforderungen

Umgang mit Herausforderungen


Jesus aber ging hinauf auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern.
Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er: Woher sollen wir Brote kaufen, dass diese essen?
Da sagt der Jünger Andreas: Es ist ein kleiner Junge hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat. Aber was ist dies schon für so viele?
(Johannes 6, 3.5.9)


Wann standen Sie das letzte Mal vor einer nicht zu bewältigenden Herausforderung? Eine Herausforderung von derartiger Größe, dass Sie von vorneherein nur resignieren konnten. Eine unüberwindbare Krankheit. Ein riesiger Schuldenberg. Eine Aufgabe im Beruf, die Ihnen komplett über den Kopf gewachsen ist. Eine Ehekrise, aus der Sie keinen Ausweg finden können. Die Pflege Ihrer Eltern, die Sie kaum bewältigt bekommen.
In Johannes 6 erfahren wir, vor welcher unüberwindbaren Herausforderung die Jünger standen: Die Speisung von schätzungsweise 15.000–20.000 Personen (die Zahl 5.000 bezieht sich allein auf die anwesenden Männer, siehe Joh 6, 10).

Im Text erfahren wir von 2 Schritten, die es in solch einer Situation zu tun gilt:

1. Entdecken Sie die Vesperbrote!
Die Jünger haben sich nach Möglichkeiten umgesehen, die Herausforderung zu bewältigen. Sie haben ihre Ressourcen durchleuchtet und eine Bestandsaufnahme gemacht. Und dabei entdecken sie diesen kleinen Jungen mit seinen 5 Broten und 2 Fischen. Das war natürlich so wenig, dass ein "Tropfen auf dem heißen Stein§ noch eine völlige Übertreibung ist. Wir kennen das Gefühl. Vor uns der Berg der Herausforderung und wir sind völlig kraftlos. Wir haben keine Ahnung, wie wir das Problem auch nur annähernd bewältigen sollen. Uns fehlt es an Zeit, Kraft, Geld, Fähigkeiten und daher auch an Mut.
Und trotzdem: Entdecken Sie die Vesperbrote in Ihnen! Und wenn sie noch so klein und unbedeutend erscheinen, packen Sie sie aus und...

2. Geben Sie alles in Jesu Hände!
Wenn es einer kann, dann ER! Er, der Herr des Himmels und der Erde! Er, der König der Schöpfung! Er, der Heilige, der Mächtige! Und wenn Sie merken, dass Sie vielleicht gerade einmal 1 Brot zusammen bekommen oder sogar nur eine Fischgräte: Geben Sie es in Jesu Hände! Vertrauen Sie ihm Ihre kleine Kraft, Ihre kleine Zeit, Ihr kleines Geld, Ihre kleinen Fähigkeiten, Ihren kleinen Mut an! Genau darauf wartet er! Er kann die Herausforderung auch allein bewältigen. Aber er wartet auf Sie! Er wartet darauf, dass Sie – der kleine Junge mit den Vesperbroten – zu ihm kommen und alles vertrauensvoll in seine Hände legen.

Und dann staunen Sie, was Jesus Christus zu tun vermag!



Ihr
Manuel Stoll
für das Evangeliumsnetz e.V.