Der Entschluss zur Tötung Jesu

Der Entschluss zur Tötung Jesu

Doch einige von ihnen gingen zu den Pharisäern und berichteten, was Jesus getan hatte.



Da riefen die Hohen Priester und Pharisäer den Hohen Rat zusammen.



"Was sollen wir tun?", fragten sie. "Dieser Mensch tut viele

aufsehenerregende Dinge! 



Wenn wir ihn so weitermachen lassen, werden schließlich noch alle an ihn glauben. Und dann werden die Römer eingreifen. Sie werden unseren Tempel und das ganze Volk vernichten." 



Einer von ihnen, Kajafas, der in jenem Jahr der amtierende Hohe Priester war, sagte: "Ihr begreift aber auch gar nichts! 



Versteht ihr denn nicht, dass es viel besser für uns ist, wenn einer für alle stirbt und nicht das ganze Volk umkommt?" 



Er hatte das nicht von sich aus gesagt, sondern in seiner Eigenschaft


als Hoher Priester die Weissagung ausgesprochen, dass Jesus für diese Nation sterben sollte. 



Jesus starb allerdings nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch,

um die in aller Welt verstreuten Kinder Gottes zu einem Volk

zusammenzuführen.



Von diesem Tag an waren sie fest entschlossen, ihn zu töten. 



Jesus zeigte sich deshalb nicht mehr öffentlich unter den Juden,

sondern hielt sich mit seinen Jüngern in einer Gegend am Rand der Wüste auf, in einer Ortschaft namens Ephraim. 



Doch das jüdische Passafest kam näher und viele Menschen aus dem

ganzen Land zogen nach Jerusalem, um sich dort den Reinigungszeremonien für das Fest zu unterziehen. 



Sie hielten Ausschau nach Jesus. Wenn sie im Tempel zusammenstanden, fragten sie einander: "Was meint ihr? Ob er wohl zum Fest kommen wird?" 



Die Hohen Priester und die Pharisäer hatten angeordnet, dass jeder es melden müsste, wenn ihm der Aufenthaltsort von Jesus bekannt wäre. Denn sie wollten ihn verhaften.

Johannes 11, 46-57
https://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/johannes/11/#46