Nehemia beseitigt Missstände im Tempel

Nehemia beseitigt Missstände im Tempel

Schon vorher hatte der Priester Eljaschib, der für die Räumlichkeiten am Haus unseres Gottes verantwortlich war, seinem Verwandten Tobija einen großen Raum im Tempel zur Verfügung gestellt. Bis dahin hatte man dort das Opfermehl und den Weihrauch aufbewahrt, die entsprechenden Tempelgeräte und den Zehnten von Getreide, Most und Öl, der den Leviten, den Sängern, den Torwächtern und den Priestern zustand.

Bei alldem war ich nicht in Jerusalem gewesen, denn im 32.

Regierungsjahr des Königs Artaxerxes von Babylon war ich an den Hof zurückgekehrt und hatte mir erst nach einer längeren Zeit vom König wieder Urlaub erbeten.

Als ich dann wieder nach Jerusalem kam, sah ich, dass Eljaschib für

Tobija einen großen Raum im Vorhof des Tempels eingerichtet hatte. Das missfiel mir sehr und ich ließ alles hinauswerfen, was Tobija gehörte.

Dann befahl ich, die Räume zu reinigen und brachte die Gegenstände des Gotteshauses sowie das Speisopfer und den Weihrauch wieder hinein. Ich erfuhr auch, dass die Abgaben für den Unterhalt der Leviten nichtabgeliefert worden waren, sodass sie ihren Dienst am Tempel verlassen hatten, um ihre Felder zu bestellen.

Da stellte ich die Vorsteher zur Rede: "Warum ist der Tempeldienst so vernachlässigt worden?" Dann ließ ich die Leviten zurückholen und stellte sie wieder an die Arbeit. 

Als dann das ganze Volk wieder den Zehnten von ihrem Getreide, dem Wein und dem Olivenöl in die Vorratsräume brachte, übertrug ich die Aufsicht darüber dem Priester Schelemja, dem

Schreiber Zadok und dem Leviten Pedaja.

Als Helfer stellte ich ihnen noch Hanan Ben-Sakkur, den Enkel Mattanjas, zur Seite. Sie alle galten als zuverlässige Männer und sollten für die Verteilung des Zehnten an ihre Brüder verantwortlich sein.

"Denk an mich, mein Gott, und lösch die guten Taten, die ich für dein Haus und den Tempeldienst vollbracht habe, nicht aus deinem Buch aus!"

Nehemia 13, 4-14
https://www.bibel-online.net/buch/neue_evangelistische/nehemia/13/#4