„Komm mit“ klingt erstmal easy. Zwei Wörter, wie aus einem Chat.
Kein Druck. Keine Erklärung. Kein Vortrag.
Aber genau damit sprengt Jesus Erwartungen.
Denn „komm mit“ sagt er nicht zu den perfekten oder anständigen Leuten, sondern zu denen, bei denen man innerlich eher auf Abstand geht. Jesus sagt sie zu Matthäus – einem Zöllner. Kein Vorbild. Kein Sympathieträger. Einer, bei dem viele innerlich sagen würden „mit dem doch nicht.“
Und Jesus sagt nicht: „Änder dich, dann reden wir.“, sondern: „Komm mit.“
Wir vergleichen uns ständig. Ich bin reflektierter. Moralischer. Auf der richtigen Seite.
Und plötzlich stehen da „die anderen“. Problematisch. Falsch. Peinlich.
Genau hier wird es brenzlig. Moralische Überheblichkeit fühlt sich gut an. Kurz.
Aber sie vergisst, dass wir selbst von Gnade leben. Nicht von unserer Haltung. Nicht von unserer Korrektheit. Auch nicht davon, dass wir „weiter“ sind als andere.
Christlicher Glaube heißt nicht besser sein, sondern ehrlich bleiben über die eigene Abhängigkeit.
Ein Test für den Glauben? Ob wir Gnade nur gut finden – oder ob wir sie auch denen zugestehen, die wir eigentlich lieber auf Abstand halten würden.
Mach’s gut, Kevin








