Irret euch nicht!

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch
sät, das wird er ernten.

Galater 6, Vers 7



Dieser Tage las ich ein eindrückliches Beispiel, das die Aussage dieses
Verses bestätigt:

Jeder kennt ja die tragische Geschichte vom Untergang der Titanic,
die seit jeher Stoff für Romane und Verfilmungen gibt.

Die Erbauer der Titanic glaubten fest an die Überlegenheit der mensch-
lichen Intelligenz und Technik, und dass man dazu keinen Gott
braucht, weshalb sie ihr Schiff als unsinkbar ansahen und dazu,
unterhalb der Wasserlinie, gotteslästerliche Sprüche, wie "wir brauchen
weder Gott noch Papst" und "selbst Christus kann uns nicht zum
Sinken bringen", anbrachten.

Als dann vor Eisbergen gewarnt wurde, sah man darüber in überheb-
lichem Stolz hinweg. Schließlich war die Titanic unsinkbar, so glaubte
man. Der Eisberg schlitzte die Titanic dann unterhalb der Wasserlinie
auf, wobei der Schnitt genau durch die Aufschrift "wir brauchen weder
Gott noch Papst" ging. Gott hatte geantwortet und diese Inschrift auf
eine harte Art und Weise durchgestrichen.

Bei der Titanic haben wir das typische "Turmbau-zu-Babel-Syndrom",
wie ich dazu sage. Der Mensch versucht sich über Gott zu stellen und
tut dabei einen tiefen Fall. In der DDR gab es den Spruch "ohne Gott
und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein". Die Kinder und Jugend-
lichen unserer Tage, wissen zum Teil schon gar nicht mehr, dass es
die DDR überhaupt gab.

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade,
lesen wir dazu an andere Stelle.

Aber der heutige Vers hat noch eine andere Dimension, die man mit
den Worten "Gott lässt uns die Folgen unseres Tuns tragen", um-
schreiben kann. Und das auf zweierlei Weise:

Wenn wir uns nicht raten lassen und etwas falsch anfangen, kann
das zu einem teuren Reinfall führen. Das ist die harmlosere Version.

Nicht mehr harmlos ist es, wenn wir unser Lebenshaus auf einem fal-
schen Grund bauen. Also nicht mit Gott rechnen, unsere Hoffnung
nicht auf Jesus Christus setzen, sondern auf uns selbst und mensch-
liches Können und menschliche Fähigkeiten, also auf das Fleisch säen.

Davor wird im Wort Gottes durchgängig gewarnt.

Gott neidet uns nicht den Erfolg. ER will uns, im Gegenteil, reich be-
schenken, aber ER möchte dass wir mit IHM zusammen unseren
Weg gehen und unser Leben in ständiger Gemeinschaft mit IHM
leben. Wer das tut, erlebt Gottes bleibenden Segen und Beistand.


Jörgen Bauer