Fossiler Treibstoff?

Das Tal Siddim aber hatte viele Erdharzgruben.

1. Mose 14, Vers 10



Als die Preise für Benzin höher waren, als sie es jetzt gerade sind, äußerte
sich in einem Leserbrief eine Schreiberin dahingehend, dass sie nicht für
eine Senkung der Benzinpreise ist. (Wie wir wissen, geht dieser fromme
Wunsch derzeit gerade nicht in Erfüllung.) Dies deshalb, weil Erdöl ein zu Ende gehender Rohstoff ist.

Dieser Schlussfolgerung liegt die Vorstellung zugrunde, dass Erdöl ein
fossiler Rohstoff ist. Dem liegt die unbewiesene Theorie zugrunde, dass
das Erdöl aus den organischen Resten von Tieren entstand, die, in sehr langen Zeiträumen, unter vollständigem Luftabschluss, zu Erdöl wurden.

Wenn dem so ist, was voraussetzen würde, dass die Theorien von Darwin
und Lyell stimmen, dann wäre das Erdöl tatsächlich ein nur begrenzt vorhandener Rohstoff.

Aber ist er das wirklich?

Könnte Erdöl nicht auch zu den nachwachsenden Rohstoffen gehören, die
laufend in der Erde entstehen?

Was dafür spricht ist, dass ständig neue Lagerstätten entdeckt werden,
dass als ausgebeutet geltende Lagerstätten plötzllch wieder reichlich Erdöl lieferten und dass es in der Erde jede Menge organisches Material gibt, angefangen bei dem in gewaltigen Mengen vorhandenen Kohlenwasserstoff Methan. Das alles könnte ständig zu Erdöl "zusammengebacken" werden

Der Querdenker und Privatforscher Dr. Hans-Joachim Zillmer hat hier ein
interessantes Buch mit dem Titel "Der Energie-Irrtum - warum Erdgas und
Erdöl unerschöpflich sind" - geschrieben, in dem er auf diese Dinge eingeht, und er ist mittlerweile nicht der Einzige, der an der fossilen Herkunft des Erdöls zweifelt.

Und woher weiß man, dass Steinkohle fossilen Ursprungs ist? Könnte es
nicht auch ein natürliches Gestein sein? Kohlenstoff kommt im Kosmos
sehr häufig vor und im Rieskratermuseum in Nördlingen sind sogenannte "Kohlige Chondrite" zu betrachten.

Das sind aus dem Weltraum gekommene Meteore die kohlenartige und organische Substanzen enthalten. ("Organisch" hat hier nichts mit Lebe-
wesen, sondern mit der organischen Chemie, der Kohlenstoffchemie, zu tun. Auch Diamanten bestehen, ebenso wie Ruß, aus reinem Kohlenstoff.)

An wenigen Stellen der Bibel wird von dem Erdölableger "Erdharz" berich-
tet, das man auch als Asphalt oder Bitumen bezeichnen kann. Man musste danach nicht bohren oder graben, weil es direkt an der Erdoberfläche vor-
kam.

Selbst wenn Erdöl in wirklich unbegrenzten Mengen vorhanden wäre, sollte
das aber trotzdem nicht zur gedankenlosen Verschwendung führen, denn
es ist, so oder so, eine Gabe Gottes. Aber weil der Mensch hier unbelehr-
bar ist, ist es vielleicht besser wenn er weiter an die fossile Herkunft glaubt.

Was aber auch hier in Erstaunen versetzt ist, dass Gott bereits bei der Schöpfung an alles das gedacht hat, was in der Zukunft noch benötigt
werden wird. Zu denken ist dabei auch an das in sehr großen Mengen vor-
kommende Silizium, das im elektronischen Bereich benötigt wird.

Je mehr man sich mit der Natur und dem befasst, was ständig an Neuem
entdeckt und gefunden wird, so zum Beispiel Dinosaurierknochen, an-
geblich 80 Millionen Jahre alt, an denen noch Körpergewebe haftet -
das eigentlich längst zu Erdöl geworden sein müsste - festigt sich der
Eindruck, das vieles ganz anders war, als es heute angenommen und
gelehrt wird.

Der große Wissenschaftler und Gelehrte Max Planck hatte keinerlei Probleme
damit, an einen Gott zu glauben. Seiner Überzeugung nach ist im Kos-
mos eine Intelligenz am Wirken, die all unser Begreifen endlos übersteigt.
Dies, weil in Natur und Kosmos alles so unbegreiflich aufeinander abgestimmt
ist und zusammenpasst, dass man unmöglich von Zufall sprechen kann.
Da kann nur ein schöpferischer und planender Geist am Wirken sein, der
bis heute auch alles bewahrt und erhält.

Mit dieser Sichtweise stand Max Planck nicht allein. Auch andere sahen
und sehen das so.

Gleiches lesen wir im Römerbrief, wonach Gottes unsichtbares Wesen,
seine ewige Kraft und Gottheit, seit Beginn der Schöpfung aus seinen Werken ersehen wird (Römer 1,20). Wobei hinzukommt, dass dieser Schöpfer jeden von uns geschaffen hat und kennt und sich uns in seinem Wort und in Jesus Christus offenbart hat.

Und weil es Gott gibt und er für uns ist, haben wir allen Grund seine
Werke zu bewundern und darüber zu Lob, Dank und Anbetung zu
kommen.



Jörgen Bauer