Wo bleibt da die Emanzipation?

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in der
Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden,
sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.

1. Korinther 14, Verse 33 und 34


Was mir seit einiger Zeit besonders auffällt: In Gesprächsrunden
Interviews, Stellungnahmen usw. sind es Frauen die die Szene beherrschen
und ganze Gesprächskreise dominieren und platt machen können, so dass sonst niemand mehr zu Wort kommt, und manchmal bedarf es eines deutlichen Wortes des Moderators, damit eine endlich ihre Klappe hält. Und was mich zusätzlich nervt, ist die diskante weibliche Stimmlage, die ich
oft als schrill empfinde.

Ob das zu Zeiten des Apostel Paulus auch schon so war und er deshalb das
"Schweigegebot" erließ?

Erwiesenermaßen ist es so, dass Frauen sehr kommunikativ und redefreudig
sind und ein hohes Mitteilungsbedürfnis haben, weshalb böse Zungen auch
von "Schwatzbasen" und "Quasselstrippen" sprechen. Die Frau gilt als
"verbal intelligent". Das heißt dass sie sich aufs Formulieren und Überzeugen
versteht, wobei sie einen Mann mühelos einwickeln kann, der ihr hier nicht
immer gewachsen sind. Während er noch überlegt und abwägt hat sie
die Lage längst durchschaut und die Weichen gestellt.

Es bringt nichts sich darüber aufzuregen. Es ist besser, das als Teil der
göttlichen Schöpfungsordnung zu akezeptieren und das Beste daraus zu
machen.

Wenn die Frau so gesprächsfreudig ist, heißt das doch, dass auf der anderen
Seite ein Hörer notwendig ist. Und hier ist der Mann gefragt. Viele Frauen
sind frustriert und zutiefst enttäuscht, wenn sie den Eindruck haben, dass
man ihnen nicht zuhört und nicht auf sie eingeht. Daran können Partnerschaften zerbrechen.

Deshalb, liebe Männer, hört auf das, was euch eure Frauen zu sagen haben
und geht darauf ein. Jemandem zuzuhören ist eine der größten Liebesgaben,
die man einem anderen zukommen lässt. Einsamkeit ist dadurch bedingt,
dass man niemenden hat, mit dem man sprechen kann und der einem zuhört
und dabei auch ernst nimmt.

Sich aussprechen zu können und gehört zu werden, ist etwas wunderbares.

Jörgen Bauer