Zuversichtlich, trotz Verleumdung

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und
verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.
Denn ebenso haben sie verfolgt, die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Matthäus 5, Verse 11 und 12


Das hat seit jeher, bis in unsere Tage, Tradition: Gegen den oder die, die
nicht auf politischer oder weltanschaulicher Linie liegen, wird notfalls etwas
erfunden und als Gerücht in die Welt gesetzt. Bei der "Glaubensbereitschaft", die es hier schon immer gab, können der oder die Betroffenen in arge Bedrängnis geraten, zumal den zu Unrecht Beschuldigten keiner glaubt, wenn sich ein Gerücht erst einmal festgesetzt hat.

In der ehemaligen DDR war hier die Stasi aktiv, wenn des darum ging
Kritiker durch ehrenrührige Falschmeldungen in ein falsches Licht zu setzen.

Bei uns gibt es den "Internetpranger", in dem Bewertungen, zum Beispiel
über Ärzte, Krankenhäuser, Hotels, Firmen oder auch Einzelpersonen eingegeben werden können. Natürlich wäre es auch möglich, umgekehrt bestelltes Lob durch andere oder auch selbst einzugeben. Und wie ich gelesen habe, gibt es bereits Agenturen, bei denen man gegen Bezahlung Lobhudeleien bewirken kann. Man wird deshalb auch hier nicht alles glauben können.

Und in hartnäckigen Fällen kann unbequemen Leuten auch eine "Beobachtung
durch den Verfassungsschutz" oder eine "Steuerprüfung" in Aussicht gestellt
werden, was meistens nicht ohne eine disziplinierende Wirkung bleibt.

Wenn zum Beispiel in der Zeitung eine unwahre Behauptung verbreitet wird,
ist der Ruf ruiniert, selbst dann, wenn später eine klitzekleine Berichtigung
gebracht wird. Eine Thema, dem sich auch schon Schriftsteller und Filmemacher angenommen haben.

Daran, dass bereits die Richtigstellung eine Falschmeldung zu Problemen
führt, ist erkennbar, dass der einzelne gegen verleumderische Angriffe
ziemlich wehrlos ist, selbst wenn er sich erfolgreich mit juristischen Mitteln dagegen wehrt, sofern das überhaupt möglich ist.

Aber noch ist es nicht lebensbedrohlich, sich für das Evangelium einzusetzen.
In Pakistan sollte eine Asia Bibi wegen "Gotteslästerung" zum Tode verurteilt
werden. Sie hatte Jesus Christus höher als den sogenannten "Propheten"
Mohammed bewertet.

Nachem sie, nach acht Jahren in der Todeszelle, nun freigesprochen wurde, randalierte der muslimische Mob, und man weiß nun nicht, wie die Sache enden wird. Auch solche Dinge können uns, aufgrund unserer naiv blinden und therapieresistenten "Toleranz", noch bevorstehen.

"Dafür einmal im Himmel belohnt zu werden", könnte sich als schwacher
Trost erweisen.

Als Christen sind wir aber zum Bezeugen der Wahrheit verpflichtet, wobei wir
uns auch selbst nicht an Verleumdungen beteiligen oder Fakes in die Welt
setzen.

Solange noch Tag ist, wollen wir die Zeit nutzen, um unsere Umwelt mit dem
Evangelium bekannt zu machen, wonach Jesus Christus der Sohn des lebendigen Gottes und der einzige Weg zu Gott ist. Dazu müssen wir die Kraft unseres Herrn erbitten, denn aus eigener Kraft können wir nichts tun.

Wer uns bewahren, stärken und ohne unser Zutun retten kann, ist allein unser Herr, Heiland und Erlöser Jesus Christus, an den wir uns halten.

Jörgen Bauer