Was nicht alle begreifen wollen!

Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.

Prediger 12, Vers 13



Was manche nicht begreifen können oder wollen ist, dass es göttliche Gebote
und Schöpfungsordnungen gibt und dass eine Kirche, die diesen Namen
verdient, kein religiöser Dienstleister sein kann, der seine Verkündigung den
Wünschen und Vorstellungen des Publikums anpasst.

Der Diener der Kirche, der Verkünder, ist ein Herold seines himmlischen Herrn, der dessen Botschaft unverfälscht, unverwässert und unverkürzt weiterzugeben hat.

Wir wissen, dass es hieran krankt. Nicht zuletzt aufgrund des Drucks von
Lobbygruppen und gottfernen Ideologen, ist der Verkünder geneigt, die
Botschaft anzupassen, in dem er Abstriche macht und diese passend hinbiegt.
Das führt sogar soweit, dass künstlich völlig neue "Theologien" konzipiert werden, die mit dem Zeitgeist und mit dem was politisch korrekt ist, deckungsgleich sind.

Der heutige Vers aus der biblischen Weisheitsliteratur, gibt dem Leser den
guten Rat, Gott zu fürchten und seine Gebote zu halten, weil Gottes Gebote
allgemeingültig sind und für alle Menschen gelten.

Der Prediger ist kein Gesetzbuch, das den Menschen vorschreibt, wie sie sich
zu verhalten haben. Das Buch ist sehr lebensnah und macht deutlich, dass es Gottes gute Ordnungen und Gebote für unser Leben gibt und dass es unserem Wohlergehen dient, wenn wir uns daran halten

Das wird oft nicht so gesehen. Man meint Gottes Ordnungen und Gebote durch menschliche Lehren aushebeln oder "verbessern" zu können.

Vor einiger Zeit las ich, dass der Schweizerische katholische Frauenbund zum
Angriff auf den Bischof von Chur geblasen hatte. Sein "Vergehen": Er hatte sich gegen die Genderideologie gewandt und eine Lanze für die herkömmliche Familie gebrochen. Und das ging den Damen entschieden zu weit, "weshalb der Bischof abgesetzt werden muss". So die Forderung der Damenriege.

Aber die "mutigen Kämpferinnen" des Katholischen Schweizer Frauenbundes
sind nicht die Einzigen. Das gibt es auch hierzulande. So hatte der Katholische
Diözesanrat von Freiburg - ein Laienzusammenschluss - eine zustimmende
Ergebenheitsadresse an den Kultusminister gesandt, in dem sein porno-perversi Bildungsplan für unser Land ausdrücklich begrüßt und gelobt wurde.

Zwar liegt beides schon länger zurück, ist aber deshalb aktuell, weil es ein solches Verhalten weiterhin gibt, wofür es ständig Beispiele gibt

Es ist immer wieder direkt "beeindruckend", wenn man sieht, mit welcher Wortakrobatik versucht wird, sich um Gottes Ordnungen und Gebote herumzuwinden. wobei ein deutlicher Missbrauch des Wortes "Liebe" zu beobachten ist, mit dem sich scheinbar alles begründen lässt.

Hier dürfen wir uns nicht betrügen lassen. Verstöße gegen Gottes Gebote und
Ordnungen können niemals mit "Liebe" begründet werden. Es dient der Selbstrechtfertigung, wenn unrechtes Tun als aus "Liebe" geschehen dargestellt wird. Vor Gott kann man damit nicht bestehen.

Martin Luther beginnt seine Erklärungen zu den Geboten immer mit den
Worten "wir sollen Gott fürchten und lieben". "Nur fürchten" ist ebenso verkehrt wie "nur lieben". Woran es mangelt, ist die Gottesfurcht. Gott wird
nicht ernst genommen und respektiert. Das sollten wir aber tun, wenn wir
bestehen wollen.


Jörgen Bauer