Gottes Kinder bleiben!

Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen
und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.

Lukas 18, Vers 16


Am 1. Juni war in der früheren DDR immer der Internationale Kindertag,
an den ich mich noch gut erinnere, auch wenn das jetzt schon über 60
Jahre zurückliegt. Das war wie ein Kinderfest, bei dem Fahrgeschäfte
und Buden im Schulhof aufgebaut waren, und wo es für jeden eine Bockwurst mit Brötchen und eine Flasche Limonade, wahlweise in rot, gelb oder grün - also ein "Limonaden-Ampel-Angebot" - gab.

Als wir Anfang Juni einmal in den Neuen Bundesländern waren, gratulierten
manche Hörer ihren Kindern zum Kindertag, was sich im Sächsischen
Regionalsender dann so anhörte: "Lieper Meig, Oma und Oba begliggwinschen
dich gans härzlich zum Ginterdaach und winschen dir enen scheenen Daach! Bei solchen sächsischen Tönen, wird auch mir immer wieder warm ums Herz.

In den Neuen Bundesländern und auch in vielen anderen Ländern gibt es
den Internationalen Kindertag.

Auch für Jesus haben Kinder eine Bedeutung, und ER nimmt sie wichtig.
Das sollten wir auch tun. Nicht nur weil Kinder unsere Zukunft sind, weshalb
man sich mit diesen intensiv befassen sollte, sondern weil wir sie von Anfang
an mit unserem Glauben vertraut machen und ihnen von Gott und Jesus
erzählen sollten.

In Gottes Augen bleiben wir immer Kinder und werden auch als "Kinder
Gottes" bezeichnet. Kinder sind bereit den Eltern zu glauben und
nehmen das an, was ihnen von den Eltern vermittelt wird. So soll auch
unser Verhältnis zu Gott, als unserem Vater, und Seinem Wort sein.

Mit zunehmendem Alter kommt es dann zu Zweifeln und Anfechtungen und
da ist es gut, einen festen Glaubensgrund zu haben, und besonders gut ist
es, wenn dieser bereits in der Kindheit gelegt wurde.

Von Martin Luther stammt die Aussage:
"Den Menschen gegenüber ein Mann, Gott gegenüber ein Kind!"
Der Christ ist also weder kindlich noch kindisch, sondern steht seinen Mann
bzw. seine Frau, schöpft seine Kraft aber aus der Verbindung mit Gott.

Jörgen Bauer