Hätten wir noch vierzig Tage?

Und als Jona anfing, in die Stadt hineinzugehen, und eine Tagreise weit
gekommen war, predigte er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so
wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und
ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur
Buße an.

Jona 3, Verse 4 und 5


Gott sieht menschlicher Bosheit und Ungerechtigkeit nicht tatenlos zu.
Und die Bewohner Ninives schienen es besonders schlimm getrieben zu
haben, weshalb Gott den Untergang Ninives beschlossen hatte.

Allerdings sandte er zuvor noch den Propheten Jona nach Ninive - und
die Bewohner mitsamt dem König ließen sich warnen und taten Buße,
worauf Gott die Stadt verschonte.

Haben Bosheit und Ungerechtigkeit, verbunden mit Dummheit und
Selbstüberschätzung, auch bei uns überhandgenommen?
Schauen wir dazu einmal auf die Meldungen, die wir ständig erhalten.


Pastor Dr. Joachim Cochlovius, vom Gemeindehilfsbund in Walsrode,
hat hier einmal eine Zusammenstellung gemacht, die ich verkürzt wiedergebe:
(Der Gemeindehilfsbund nimmt sich solcher Pfarrer an, die wegen
ihres klaren Bekenntnisses von der Amtskirche gemobbt werden.
Auch das gibt es!)

Wir sollen das Klima retten, das in Wirklichkeit von der Sonne abhängt.
Wir sollen die Schöpfung erhalten, was Gott zu tun, selbst versprochen hat.
Wir sollen über unseren Sterbetag selbst bestimmen, was in Wirklichkeit
in Gottes Hand liegt. Wir sollen möglichst schon im Kindesalter unser
Geschlecht festlegen. In Wirklichkeit hat Gott längst bestimmt, ob wir als
Mann oder Frau zur Welt kommen, weil er die Menschen als Mann oder
Frau geschaffen hat und es dazwischen nichts gibt. Wir sollen das
Coronavirus durch Kontaktvermeidung und Impfung besiegen. In Wirklichkeit
kann nur Gott diese Plage zurücknehmen.

Anfügen will ich noch die sonstigen Entartungen, wie das massenweise Töten
ungeborenen Lebens, unter dem Deckmantel "reproduktiver Gesundheit",
die widernatürliche Genderideologie, mit der "Ehe für Alle", massive Regelver-letzungen, Missachtung von Grundrechten, Missachtung des eigenen Volks
und Landes, dominierende, unfrei machende, Mainstreamldeologien, Verharm-losung des Islams;

Dazu zunehmender Glaubensabfall und eine Kirche, die zentrale Glaubens-inhalte leugnet und sich dem Zeitgeist unterwirft.

Was hätte uns ein Jona heute zu sagen? Gott sieht auch, was bei uns
geschieht, und da muss Gott vieles missfallen.

Einen Propheten, wie Jona, haben wir nicht. Wir müssen als bekennende
Christen deshalb selbst den Mund auftun und vor den Folgen der Fehlent-wicklungen warnen. Wir können Gott da nur um viel Weisheit, Mut und
Tatkraft bitten.

Jörgen Bauer