Davids Danklied Teil 1

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Bildhinweis: KI-generiertes Bild – keine reale Aufnahme.

David dichtete dieses Lied für Jahwe, nachdem dieser ihn vor Saul und allen anderen Feinden gerettet hatte. An dem Tag sang er: Jahwe, mein Fels, mein Schutz und mein Retter, mein Gott, meine Burg, in der ich mich berge, / mein Schild und mein sicheres Heil! / Er ist mir Zuflucht und hochragende Festung, / mein Retter, der mich schützt vor Gewalt. Ich rufe: „Jahwe sei gelobt!“ / Schon bin ich von meinen Feinden befreit. Ich war in den Fesseln des Todes gefangen, / Sturzbäche des Unheils erschreckten mich.

Mit Stricken des Todes war ich gebunden, / die Todesfalle schlug über mir zu. Ich rief zu Jahwe in meiner Angst, / schrie um Hilfe zu meinem Gott.Er hörte mich in seinem Tempel, / mein Hilfeschrei drang an sein Ohr. Da wankte und schwankte die Erde, / die Grundlagen des Himmels erbebten. / Sie zitterten, denn er wurde zornig. Rauch stieg auf von seiner Nase / und Feuer schoss aus seinem Mund, / glühende Kohlen sprühten hervor. Er neigte den Himmel tief auf die Erde / und fuhr auf dunklen Wolken herab. Er flog auf einem Cherub, / er schwebte auf den Schwingen des Sturms.

Er hüllte sich in Finsternis wie in ein Zelt, / in Regendunkel und schwarzes Gewölk. Durch seinen Glanz flammten Kohlen glühend auf. Im Himmel ließ Jahwe den Donner grollen, / laut dröhnte die Stimme des Höchsten. Er schoss seine Pfeile und verjagte die Feinde, / er schleuderte Blitze und verwirrte sie. Da zeigten sich die Meeresgründe, / die Fundamente der Welt wurden entblößt / vor dem Drohen Jahwes, / vor dem Schnauben seines zornigen Atems. Aus der Höhe griff seine Hand nach mir, / fasste mich und zog mich aus der Flut. Er entriss mich den mächtigen Feinden, / die stärker waren als ich und mich hassten.

Sie überfielen mich am Tag meines Unglücks, / doch Jahwe wurde mein Halt. Er führte mich hinaus ins Weite, / befreite mich, weil er mich mochte. Jahwe hat mir meine Treue vergolten, / mich nach der Reinheit meiner Hände beschenkt. Denn ich hielt mich an die Wege Jahwes, / fiel nicht schuldig von meinem Gott ab. Seine Gebote standen mir immer vor Augen, / seine Befehle wies ich nicht von mir weg. Ich lebte ohne Tadel vor ihm / und nahm mich vor der Sünde in acht. So hat Jahwe mir meine Treue vergolten, / denn meine Hände waren rein.


2. Samuel 22, 1 – 25