Psalm 119, 38

Erfülle Deinem Knecht Dein Wort, dass ich Dich fürchte.
Psalm 119, 38

Die Furcht des Herrn, oder den Herrn fürchten, ist unentbehrlich für einen wiedergeborenen Christen. Was aber ist das, Furcht des Herrn? Nun, Gottesfurcht ist in keinem Fall Angst haben vor Gott, sondern Gottesfurcht hat zu tun mit Ehrfurcht vor dem Allerhöchsten. So sehr die Bibel von der Freiheit redet, weil Christus der Befreier ist, so sehr betont sie auch die einzig richtige Furcht: Die Furcht vor Gott, oder eben – die Ehrfurcht gegenüber dem Allerhöchsten.
Furcht und Ehrfurcht fließen immer ineinander: Wer Gott fürchtet, achtet Ihn in Ehrfurcht; und umgekehrt: Wer Ehrfurcht vor Gott hat, fürchtet Ihn auch, weil er um Seine Heiligkeit weiß. Gottesfurcht ist laut der Heiligen Schrift die wahre Klugheit und der erste Schritt auf dem richtigen Weg. Dazu ein Schriftzeugnis:

Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun.
Psalm 111, 10

Was aber ist hier nun so wichtig? Dass wir den Herrn – wie unser Psalmist – regelmäßig bitten, Er möge doch an uns die Verheißungen Seines Wortes erfüllen. Und warum sollen wir darum bitten? Weil das Gebet um Segnungen aus Seinem Wort uns in die richtige Gottesfurcht bringt! Denn wenn uns etwas in tiefe Ehrfurcht vor dem Allmächtigen bringt, dann sind das erfüllte Verheißungen; oder anders gesagt: Machtvolle Segnungen aus Seinem Wort.