Psalm 119, 41

HERR, lass mir Deine Gnade widerfahren, Deine Hilfe nach Deinem Wort.
Psalm 119, 41

Der Psalmist bittet den Herrn, dass ihm Gnade (oder Gütigkeiten) widerfahren möge, so wie der Herr es ihm versprochen hat in Seinem Wort. Der Antrieb seiner Bitte sind die Zusagen, die der Herr ihm gegenüber gemacht hat.
Unsere Bibel ist voll von Verheißungen, die allesamt in Jesus Christus ihre volle Gültigkeit haben:

Denn so viele der Verheißungen Gottes sind, in Ihm (Jesus) ist das Ja und in Ihm (Jesus) das Amen, Gott zur Herrlichkeit durch uns.

2. Korinther 1, 20

Wir sollten deshalb lernen, nie mit leeren Händen vor Gott zu erscheinen; lasst uns immer mit einer Verheißung der Heiligen Schrift vor Ihn treten, welche uns berechtigt, unsere Bitte auszusprechen.
Verheißungen sind wie Schecks. Wenn wir Schecks auf der Bank einlösen, dann wird man auf Grund der Unterschrift das Geld ausbezahlen. Jede Verheißung in der Bibel trägt die Unterschrift unseres Heilandes: „In Ihm ist das Ja und in Ihm das Amen“; und von daher sind uns gewaltige Möglichkeiten gegeben. Gehen wir also im Glauben zur Himmelsbank und lassen wir uns den Scheck ausbezahlen. Der Schreiber unseres heutigen Verses tat es, und mit ihm noch viele andere Menschen.
Wir haben aber einen großen Vorzug gegenüber normalen Schecks: Es sind Blankoschecks; d.h. wir tragen den Betrag selber ein. Mehr als einmal sagt unser Herr in Seinem Wort:

Dir geschehe, wie du geglaubt hast; oder: Euch geschehe nach eurem Glauben.
Matthäus 8, 13; Matthäus 9, 29

Gehen wir also heute zum Herrn, und bitten Ihn, wie es der Psalmschreiber getan hat: „Lass mir Deine Gnade widerfahren, Deine Hilfe nach Deinem Wort.“