Wenn Stolz zur Falle wird

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Bildhinweis: KI-generiertes Bild – keine reale Aufnahme.

Stolz fühlt sich gut an. Dein Team gewinnt, und für einen Moment bist du größer. Deine Flagge, dein Verein, dein Land – plötzlich gehörst du zu den Gewinnern. Dieses Gefühl kennt jeder, und es ist erstmal nichts Falsches daran.

Kippen kann es aber schnell. Nämlich dann, wenn du dich nur noch groß fühlst, weil andere kleiner sind. Wenn „wir“ nur funktioniert, solange es ein „die da” gibt. Wenn deine Fahne nicht mehr Heimat bedeutet, sondern Grenze. Genau da wird aus gesundem Stolz ein falscher Stolz – einer, der spaltet statt verbindet.

Das Gefährliche daran ist, falscher Stolz fühlt sich genauso gut an wie echter. Deshalb merkst du oft gar nicht, wann die Linie überschritten ist.

Ein einfacher Test hilft: Trägt mich mein Stolz auch dann noch, wenn ich verliere oder unrecht habe? Wenn mein Wert davon abhängt, dass meine Gruppe oben steht, steht er auf wackeligem Boden.

Der Glaube sagt dir etwas anderes. Dein Wert hängt nicht daran, auf welcher Seite du stehst. Dein Wert steht längst fest – bei Gott.

Mach’s gut, Kevin