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Die andere Wange

Ich dagegen sage euch: Ihr sollt dem Bösen (= der Bosheit) keinen Widerstand leisten; sondern wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem halte auch die andere hin. (Matthäus 5,39) Es gehört wohl zu den schwierigsten Dingen im Leben nachzugeben und nicht auf sein Recht und seine Meinung zu beharren. Natürlich erleben wir auf diese Art so manche Ungerechtigkeit. Aber wenn wir dann doch nicht auf unser Recht pochen, kann das viel Schaden verhindern. Es gibt allerdings Situationen, wo ein Konflikt unvermeidlich scheint; denken wir nur an die Trennung von Paulus und Barnabas in Antiochien (Apg 15,36-41). Man kann also

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Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

“Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!” (Bibel: Lukas 6, 36) In der Jahreslosung für 2021 dominiert das Wort “barmherzig” und erinnert vermutlich die meisten gleich an die Geschichte mit dem barmherzigen Samariter oder den Verzicht auf Rache bzw. Gerechtigkeit, wie es Menschen üblicherweise empfinden. Doch schauen wir uns erst einmal den Zusammenhang in der Bibel an. Dieser Satz stammt aus einer Rede (“Feldrede”) Jesu, die in den Parallelstellen der anderen Evangelien als “Bergpredigt” bekannt ist. Der Abschnitt, worin dieser Satz vorkommt, beginnt bereits in Vers 27 mit den Ausführungen zur Feindesliebe. U.a. mit “Und wenn ihr nur diejenigen

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Die merkwürdige, des Merkens würdige, Ankunft

Als Jesus damals aus der Unendlichkeit auf unseren Globus blickte, und sah, dass wir Menschen ohne Orientierung waren, unsere Rechnungen noch nicht bezahlt hatten, der Dreck noch nicht weggekehrt war, sagte er zu Gott und dem Heiligen Geist “Da muss einer runter, ich gehe! Die brauchen ein Navigationssystem für ihre Beziehungen.  Die sind total verschuldet, die brauchen jemanden, der ihre Rechnungen zahlt. Der Dreck häuft sich bis zum Himmel, ich kehre ihren Dreck weg. Aber nur denen, die zulassen, dass ich sie bekehre.” Und Gott sagte “Ist dir klar, du wirst dein blaues Wunder erleben!”, “Ich geh trotzdem” sagte Jesus

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Maximal frei sein

Maximal frei sein Tesla-CEO Elon Musk warnte in einem Vortrag über die Gefahren der immer stärker werdenden künstlichen Intelligenz (KI). Auf die Frage, was man der KI als Zielvorgabe für die Existenz der Menschheit geben sollte, verwarf er den Vorschlag, dass das übergeordnete Ziel des Menschen dessen Glück sein sollte. Immerhin könnte ein hoch entwickelter Roboter dann auf die Idee kommen, Menschen Dopamin zu spritzen, das Glückshormon. Musk schlug daher vor, dass das große Ziel bei der Programmierung von KI sein sollte, dass der Mensch maximal frei sei (https://www.youtube.com/watch?v=B-Osn1gMNtw zwischen Minute 15:20 und 16:10). Das hat mich ins Nachdenken gebracht.

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Reformation und “Systemrelevanz”

Reformation und “Systemrelevanz” Wir stehen vor großen Herausforderungen. Es zeigt sich in diesen Tagen noch einmal, wie zerbrechlich unser Leben ist. Wir werden hinterfragt, wie wir weitermachen sollen. Politiker und CEO´s, Ärzte und Verantwortliche in den unterschiedlichsten Bereichen bemühen sich einen guten Weg zu finden. Was ist wichtig, was kann hinten anstehen? Von den Kirchen wird da kein Beitrag erwartet, in den Nachrichten werden sie z.T. nicht einmal unter den relevanten Organisationen erwähnt. Als kürzlich ein Pfarrer im Krankenhaus einen Besuch machen wollte, wurde ihm der Zutritt mit dem Verweis verwehrt, die Person liege noch nicht im Sterben. Nur als

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Machen, Macht und Wahnsinn

Die letzten Jahre machen sie mehr und mehr Schlagzeilen. Die Machthungrigen und Machtbessessenen. Die sich selbst behaupten und damit über andere hinwegsetzen und sie mit modernen Medien und Mitteln kleinmachen und kleinhalten. „Self-made-men“, die über Leichen gehen (oft im wörtlichen Sinn). Mitten im ersten Teil der Bibel finden wir eine Rede, die ein anderes Denken zeigt. Ein dankbarer Blick, der auf gute Erfahrungen zurück und nach vorne schaut. Da geht es um Freude und Vorrechte, die jemand genießt, um Autorität, die nicht unterdrückt, sondern mein und das Allgemeinwohl im Blick hat. Es ist ein dickes Lob, aber keine Lobhuddelei. Und

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Man darf alles?

Man darf alles? Was mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt hat, war die Frage, wie und wozu soll ich eigentlich Stellung nehmen, woran mein Verhalten in der derzeitigen Situation ausrichten? Verschiedene Experten haben unterschiedliche Aussagen zum Thema gemacht. Wem soll man da glauben? Worauf kann man sich eigentlich verlassen? Letztendlich kann man feststellen, das wir alle in einer Situation sind, in der wir noch nicht waren. Wir sind es gewohnt Sicherheit zu haben. Sicherheit, weil wir aus früheren Ereignissen gelernt haben, oder weil andere aufgrund früherer Erfahrungen wissen was die beste Handlungsweise wäre. Am Beispiel des Maskengebots habe ich

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Ist Gott im “Home-office” oder “in der WG”?

Ist Gott im “Home-office” oder “in der WG”? Dieser Tage feiern Christen zwei wichtige Feste. Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Kürzlich las ich diese Sätze: “Himmelfahrt oder: Als Jesus begann, wieder von zuhause aus zu arbeiten.” “Pfingsten oder: Der Tag, an dem Jesus den Menschen als Zuhause wählte.” Jesus ist in die unsichtbare Wirklichkeit Gottes zurückgekehrt. Seinen Leuten hat er versprochen: Johannes 12,32 “Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.” Gott hat in Jesus die Erde nicht einfach ‚besucht‘, er hatte einen Plan. Er will uns (wieder) bei sich haben. Dafür kam

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Alle unter einem Dach

Alle unter einem Dach “Hilfe, mir fällt die Familie auf den Kopf!” – Zurzeit sind viele Kinder zu Hause, weil Schulen und Kitas geschlossen sind. Eltern müssen zu Hause bleiben, weil sie im Home Office arbeiten, in Kurzarbeit oder arbeitslos sind oder weil sie sich um die Kinder kümmern müssen. Es gibt viele Gründe, weshalb sich Familienmitglieder alle unter einem Dach wiederfinden. Studenten ziehen vom Wohnheim wieder zurück zu den Eltern oder ein Familienmitglied erkrankt und muss zu Hause bleiben. Machen wir uns nichts vor – das ist eine Herausforderung! So sehr wir unsere Familien schätzen, so sehr kann sie

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Angst vor dem Ende

Angst vor dem Ende Esther B. forderte uns richtig heraus. Wir sollten folgendes Thema besprechen: Muss ich mich als Christ auf meinen Tod vorbereiten? Als angehende Missionare im Sprachstudium in England war das nicht nur sprachlich anspruchsvoll. Kann mir als Christ die Begrenztheit meines Lebens gleichgültig sein? Es stimmt, ich lebe mein Leben anders. Man könnte es so zusammenfassen: In früheren Zeiten lebten viele nur 50 bis 60 Jahre, aber mit der Perspektive Ewigkeit nach dem Tod. Kann es sein, dass viele heute so gehetzt alles mitnehmen müssen, weil sie möglichst viel in ihre rund 80 Jahre Lebenszeit packen müssen?

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