Über diesen Kanal veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Luther Wegweiser.

Römer 11, 20

“Du stehest durch den Glauben, sei nicht stolz, sondern fürchte dich. ” Römer 11, 20 Es ist mancher ein großer Heiliger, aber es kann geschehen, daß er schwächer im Glauben wird als ich. Also kann mir Gott auf diese Stunde einen hohen, starken Glauben schenken, aber wieder, ehe man sich umsieht, sinken lassen und den Glauben irgend einem großen Sünder geben. Warum tut er denn solches, daß er seine Heiligen nicht immer im starken Glauben gehen läßt? Darum, daß sie nicht stolz werden oder meinen, sie hätten’s von sich selbst, und sich selbst zum Gott machen. Darum muß er’s so

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1. Mose 28, 17

“Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. ” 1. Mose 28, 17 Da siehe, daß Gottes Haus nicht heißt ein köstlich groß Gebäude, wie wir haben. Gott fragt nicht danach, ob es groß gewölbt oder geweiht sei. Ja, er wohnet da und baut sich doch sein Lebetag lang kein Haus. Was gehört denn dazu, daß Gott allda wohnt? Nichts mehr als daß Gott da sei mit seinem wo das Wort nicht ist, da wohnt er nicht, man baue predigt wird, da will er sich gewiß finden lassen; wo

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Apostelgeschichte 16, 9 – 10

“Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht, das war ein Mann aus Macedonien, der stand und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Macedonien und hilf uns. Als er das Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsbald zu reisen nach Macedonien, gewiß, daß uns der Herr dahin berufen hätte, ihnen das Evangelium zu predigen. ” Apostelgeschichte 16, 9 – 10 So pflegt Gott mit den Seinen zu verfahren, daß er sie nicht lange läßt an einem Ort bleiben, jagt sie hierher und daher, nicht allein um ihretwillen, daß ihr Glaube bewährt werde, sondern auch andern Leuten zu Nutz. So

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Psalm 138, 7

“Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich und streckst deine Hand über den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten. ” Psalm 138, 7 Als Gott seinen Sohn zum König machen wollte, fing er an mit großen Wundern und Kraft; aber da es am besten sein sollte, läßt er ihn am Kreuz sterben als einen verzweifelten Bösewicht; doch schaffte er’s so, daß er, als alle Vernunft an ihm verzweifelt hatte, hervor kommt und ewig König wird. Wie den Kindern Israel, als sie mitten im Tode standen ohne alle Hilfe und Rat, reißt er das

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Joh. 10, 28

“Ich gebe meinen Schafen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen. ” Joh. 10, 28 Darum mag sich ein jeder Christ, wenn er das Evangelium gläubig angenommen hat, wohl freuen, daß er unter diesem Hirten und Christo ist, und lasse sich seine Sünden nicht irren, hat er das Evangelium ergriffen, Christus, unter dem er ist, wird es wohl ausführen. Der Teufel wird ihn wohl noch anfechten mit diesem und jenem Laster, mit Ehebruch, Hurerei, Diebstahl, Neid, Haß, Zorn und wie die Sünden heißen mögen; aber es hat nicht Not; er hat einen starken, mächtigen König, der wird ihn wohl

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Psalm 50, 16 – 17

“Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich. ” Psalm 50, 16 – 17 Man muß daran sich nicht ärgern, wenn man unter Leuten lebt, die zusammen den Namen Gottes, Christi, des heiligen Geistes, Gottes Wort usw. rühmen, auf beiden Seiten einerlei Wort führen, aber in Sachen und Verstand aufs weiteste voneinander entfernt sind. Man kann sie nicht scheiden noch ihnen den Namen wehren. Aber da scheidet sich’s, wenn man sieht, welche unter beiden, die einerlei Namen führen, falsch oder

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1. Petrus 2, 9

“Gott hat uns berufen von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. ” 1. Petrus 2, 9 Hier siehst du, daß Petrus klar sagt, daß nur ein einziges Licht sei, und schließt, daß alle unsere Vernunft, wie klug sie ist, eitel Finsternis sei. Denn wenn die Vernunft schon kann eins, zwei, drei zählen, auch sehen, was schwarz oder weiß, groß und klein ist und von andern äußerlichen Sachen richten, so kann sie doch nicht sehen, was Glaube ist; da ist sie so starrblind, daß, wenn gleich alle Menschen ihre Klugheit zusammen täten, sie doch keinen einzigen Buchstaben von der göttlichen Weisheit

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1. Johannes 5, 5

“Wer ist aber, der die Welt überwindet, ohne (wenn nicht) der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn ist! ” 1. Johannes 5, 5 Das heißt der rechte sieghafte Glaube, der da glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist, das ist eine übernatürliche Kraft durch den heiligen Geist in der Christen Herzen gemacht; denn es ist ein solcher gewisser Verstand, der nicht hin und her flattert noch gafft nach seinen eigenen Gedanken, sondern Gott ergreift in diesem Christus als seinen Sohn, vom Himmel gesandt, durch welchen er seinen Willen und Herz offenbart und von Sünden und Tod zu Gnaden und neuem, ewigem

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Hebräer 2, 11 – 12

“Darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen, und spricht: Ich will verkündigen deinen Namen meinen Brüdern. ” Hebräer 2, 11 – 12 Ob dich deine eigene Unwürdigkeit vor den Kopf stößt, so du beten sollst und denkst: Ach, meiner Sünden ist zu viel, und ich habe Sorge, ich könne nicht Christi Bruder sein, so schlage doch um dich und wehre dich, wie du kannst, daß du solchen Gedanken nicht Raum gebest; denn da stehst du in großer Gefahr der Sünden wider den heiligen Geist, und nur getrost und trotzig gesagt wider solch Eingeben des Teufels: Ich weiß

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Psalm 118, 21

“Ich danke dir, daß du mich demütigest und hilfst mir. ” Psalm 118, 21 Das ist ein fröhlicher Vers und singet mit Lust daher: Bist du nicht ein wunderlicher, liebreicher :Gott, der du uns so wunderlich und freundlich regierest? Du erhörest uns, wenn du uns erniedrigest.Du machst uns gerecht, wenn du uns zu Sündern machest. Du führest uns gen Himmel, wenn du uns in die Hölle stößest. Du gibst uns Sieg, wenn du uns unterliegen lässest. Du machst uns lebendig, wenn du uns töten lässest. Du tröstest uns, wenn du uns trauern lässest. Du machst uns singen, wenn du uns

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