Über diesen Kanal veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Luther Wegweiser.

Psalm 62, 7

“Der Herr ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. ” Psalm 62, 7 Er will sagen, daß meine Hilfe oder Heil vom Herrn kommt. Warum? Darum: Ich habe keinen Menschen, wie groß, mächtig, reich er immer sei, mir zum Trotz, Hort, Trost und Heil gesetzt noch mein Herz und Hoffnung auf ihn gesetzt, sondern Gott habe ich dazu erwählt, von dem mir alles Glück und Heil kommen soll und wird. Wenn ich das glaube, so bin ich sicher, wenn es auch lauter türkische, tatarische Kaiser und eitel zornige Könige und Fürsten regnete und schneiete neun

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Psalm 118, 9

“Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Fürsten. ” Psalm 118, 9 Ich will auch gern dem König und Fürsten gehorsam sein, ihm dienen, sein Bestes suchen und fördern, will helfen und raten, mit Leib und Gut ihm beistehen. Aber daß ich mich auf ihn sollte verlassen, daß er mich reich, herrlich oder selig machte, das will ich lassen. Denn morgen könnte sich das Wetter wohl umkehren, daß er mich verfolgte. Wenn ich denn um meines Herrn und eines Menschen willen wider Gott und Menschen getan, wo wollte ich bleiben, wenn Gott und Mensch über

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Psalm 68, 7

“Gott führt aus die Gefangenen zu rechter Zeit und läßt die Abtrünnigen bleiben in der Dürre. ” Psalm 68, 7 Wenn der Mensch untergeht und zunichte wird in allen seinen Kräften, Werken und Wesen, daß nicht mehr als ein elender, verdammter, verlassener Sünder da ist, dann kommt göttliche Hilfe und Stärke. Hiob 11. Wenn du meinst, daß du verschlungen seist, so wirst du erst hervorbrechen wie der Morgenstern. Denn wer nicht die Sünde fühlt, der sucht keine Gnade, auch kein Evangelium noch Glauben; darum ist das Gesetz des Gewissens Stockmeister, Kette, Strick und Kerker. Und Gott führt uns nicht aus

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Psalm 130, 5

“Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. ” Psalm 130, 5 Es sind etliche, die wollen Gott das Ziel weisen, Zeit und Maß legen und gleich ihm selbst vorschlagen, wie ihnen geholfen werden soll. Und wenn es ihnen nicht so widerfährt, verzagen sie, oder sie möchten anderswo Hilfe suchen. Diese harren nicht, sie warten des Herrn nicht, Gott soll ihrer warten und alsbald bereit sein und nicht anders helfen, als wie sie es abgemalt haben; die aber des Herrn harren, die bitten um Gnade, aber sie stellen es Gottes gutem Willen frei, wann, wie,

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Hebräer 11, 3

“Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist, daß alles, was man sieht, aus nichts worden ist. ” Hebräer 11, 3 Gottes Natur ist, daß er aus nichts etwas macht. Darum, wer noch nicht nichts ist, aus dem kann Gott auch nichts machen. Die Menschen aber machen aus was etwas; das ist aber lauter unnützes Werk. Darum nimmt Gott niemand auf als die Verlassenen, macht niemand gesund als die Kranken macht niemand sehend als die Blinden, macht niemand lebendig als die Toten, macht niemand fromm als die Sünder, macht niemand weise als die Unweisen. Kurz:

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Psalm 32, 8

“Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst, ich will dich mit meinen Augen leiten. ” Psalm 32, 8 Du bittest, ich soll dich erlösen; laß dir nicht leid sein; lehre du mich nicht, lehre dich auch nicht, laß dich mir, ich will dir Meisters genug sein, ich will dich führen den Weg, darin du mir gefällig wandelst. Dich dünkt, es sei verderbt, wenn es nicht geht, wie du denkst; dein Denken ist dir schädlich und hindert mich, es muß gehen nicht nach deinem Verstande, sondern über deinen Verstand. Senke dich in Unverstand, so gebe

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1. Mose 1, 27

“Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn. ” 1. Mose 1, 27 Durch diese Wiederholung will Mose vielleicht anzeigen, daß Gott an diesem seinem allerschönsten Werk große Freude gehabt und darüber triumphiert habe, habe sich auch nicht so gefreut über die andern Kreaturen als über den Menschen, welchen er sich zum Bilde geschaffen hat. – Ohne Zweifel aber ist das auch wahr, daß, gleichwie Gott dazumal Lust und Gefallen gehabt hat an diesem seinen Rat und Werk der Erschaffung des Menschen, so hat er auch heute Lust und Liebe, dies sein Werk durch seinen

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2. Korinther 2, 14

“Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo. ” 2. Korinther 2, 14 Es lassen sich oft der Gläubigen Sachen ansehen, als wären sie gar verdorben und wir würden verzagen müssen. Aber der Glaube behält immer den Sieg und überwindet alle Fehler und Gefahr, die den Heiligen begegnen. Er macht die Sehenden blind und die Hörenden taub und wieder auch die Tauben hörend und die Blinden sehend und in summa: er sündigt und verliert nichts. Oder wenn er etwa aus Torheit oder Unvorsichtigkeit sich stößt oder fehlt, so pflegt doch Gott solches vorher zu sehen und zu bessern,

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Römer 7, 20

“So ich aber tue, das ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnet. ” Römer 7, 20 Wenn diese (in uns wohnende) Sünde nicht wäre, so wäre auch keine wirkliche Sünde, diese Sünde wird nicht getan wie alle anderen Sünden, sondern sie ist, sie lebt und tut alle Sünden, sie sündigt nicht eine Stunde oder Zeitlang, sondern wo und wie lang die Person ist, da ist die Sünde. Es tut’s nicht, so lange man außen wehrt, bessert und heilt, – inwendig bleibt Stamm, Wurzel und Quelle des Bösen; es muß vor allen Dingen

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Offenbarung 1, 5 – 6

“Christus hat uns geliebt und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater. ” Offenbarung 1, 5 – 6 Die Gläubigen sind rechtschaffene Könige, nicht, daß sie eine goldene Krone auf ihrem Haupte tragen, einen goldenen Zepter führen, in Seide, Samt und goldenem Gewand und Purpur einhertreten, sondern was viel herrlicher ist, sie sind Herren über Tod und Teufel, Hölle und alles Unglück. Ihnen ist Schande eine Ehre, die Hölle das Himmelreich, der Tod das Leben, der Teufel ein strohener Mann, die Sünde Gerechtigkeit, Unglück Glück, Armut Reichtum

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